Dienstag, 1. Juli 2008 / 15:39 Uhr
Gelsenkirchen - Neuer Coach, neue Hoffnung. Mit Trainer Fred Rutten soll beim FC Schalke 04 das lange Warten auf den ersten Meistertitel seit 1958 zu Ende gehen.
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Am Dienstag leitete der niederländische Fußball-Lehrer seine erste Trainingseinheit beim Revierclub, der nach einem zweiten und dritten Rang in den vergangenen beiden Spielzeiten nach Höherem strebt. Gleichwohl hielt sich der Bundesliga-Debütant mit vollmundigen Ankündigungen zurück: «Favorit auf die Meisterschaft ist Bayern München. Dahinter gibt es vier bis fünf Teams, die oben mitmischen können. Dazu wollen wir gehören.»
Stareinkauf Jefferson Farfan konnten die rund 4000 Schalke-Fans noch nicht bestaunen. Der Angreifer aus Eindhoven, mit zehn Millionen Euro teuerste Transfer der Vereinsgeschichte, durfte aus privaten Gründen seinen Heimaturlaub in Peru verlängern. Er hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, weil es bei der Taufe von Sohn Jefferson Adriano zu Handgreiflichkeiten mit Journalisten gekommen sein soll. Als einzige Neuzugänge beim Aufgalopp begrüßte Trainer Rutten die Jungprofis Carlos Zambrano, Lewan Kenia und Mohamed Amsif aus der eigenen Jugend.
Mit dem neuen Kader, der noch mit dem niederländischen Nationalspieler Orlando Engelaar verstärkt werden soll, will der FC Schalke dem Meister aus München mehr Paroli bieten als zuletzt. «In der vergangenen Saison war der Abstand zu Platz eins sehr groß», befand Rutten. Der Coach ist guter Dinge, dass der Mittelfeldspieler aus seinem ehemaligen Club Twente Enschede schon bald ins Geschehen eingreifen wird. «Ich hoffe, dass sich beide Vereine in den nächsten Tagen einigen.»
Neben Farfan fehlte Peter Lövenkrands beim Trainingsauftakt. Das wollte Rutten aber nicht als Indiz für den nahen Abschied des Dänen werten. Lövenkrands steht - genau wie sein Landsmann Sören Larsen - auf der Verkaufsliste der Schalker weit oben. Angesichts des Überangebots im Angriff denkt der Club über Personaleinsparungen nach. «Von mir aus müssen wir keinen Spieler abgeben. Ich weiß wohl, dass bei Sören Larsen etwas läuft, aber alles andere ist nur Spekulation», sagte Rutten.
Besonders motiviert sieht Christian Pander der neuen Saison entgegen. Anders als die meisten Mitstreiter nahm der Nationalspieler bereits vor Tagen die Vorbereitung auf. Ein von Physiotherapeuten erstelltes Programm soll dazu beitragen, dass der in der Vorsaison von diversen Verletzungen zurückgeworfene Außenverteidiger schnell Anschluss findet. «Ich bin sehr zuversichtlich, die Basis gelegt zu haben und will mit Schalke den Titel holen», sagte Pander.
dpa
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