Dienstag, 8. Juli 2008 / 16:19 Uhr
Hamburg - Real Madrid gegen Manchester United, Inter Mailand gegen den FC Chelsea und der FC Chelsea gegen AC Mailand: Im Poker um millionenschwere Fußball-Hochkaräter wollen sich Europas Top-Clubs nicht über den Verhandlungstisch ziehen lassen.
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«Der FC Chelsea hat Inter heute Morgen informiert, dass er in keine Gespräche über einen Transfer von Frank Lampard einsteigen wird», teilte der Verein kurz und knapp vor der Präsentation des neuen Chelsea-Trainers Luiz Felipe Scolari mit. «Frank Lampard hat mir gesagt: 'Ja, ich will in Chelsea bleiben», bestätigte der Coach anschließend.
Pikant: Ausgerechnet Scolaris Vor-Vorgänger an der Stamford- Bridge, José Mourinho, will den 30 Jahre alten Lampard haben, der neben dem deutschen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack das Mittelfeld-Herzstück bei den «Blues» bildet. Nicht nur den, auch Didier Drogba, heißt es, und auch Deco, jüngst vom FC Barcelona nach Chelsea gewechselt, zählt zu den Spielern, «zu denen ich nie Nein sagen könnte», sagte Mourinho jüngst. Er würde es lieben, wieder mit ihnen zusammenzuarbeiten, meinte der Portugiese. Im möglichen Bieter-Wettbewerb um den Ivorer Drogba könnte Meister Inter aber ausgerechnet im Stadtrivalen einen Konkurrenten bekommen. Doch auch Drogba will Scolari gar nicht ziehen lassen. «Er ist zu 100, nein, zu 200 Prozent Teil meiner Pläne.»
Die Verantwortlichen des AC Mailand bemühen sich indes selbst darum, das Buhlen um ihren Brasilianer Kaka gleich im Keim zu ersticken. Interessant der Interessent: «Ich kann bestätigen, dass Chelsea sein Interesse an Kaka erklärt hat», sagte AC-Vizepräsident Adriano Galliani dem Sender Sky Sport Italia. Eine 100-Millionen- Offerte, wie von britischen Medien kolportiert, konnten die Lombarden nicht bestätigen. «Ich habe den Verantwortlichen des FC Chelsea mitgeteilt, dass wir nicht interessiert sind, ihn (Kaka) zu verkaufen und ich habe alles gestoppt, bevor sie ein Angebot machen konnten.»
100 Millionen Euro - diese Summe geistert auch immer wieder im Zusammenhang mit Cristiano Ronaldo durch die Gazetten. Der spanische Meister Real Madrid will den 23-Jährigen für seine «galaktische» Mannschaft. Der englische Meister Manchester United rechnet aber mit Ronaldo. Auch wenn er vorerst auf Eis gelegt ist. Eine Einschätzung, wann Ronaldo wieder völlig fit sein würde, werde man nach einer Untersuchung durch einen Spezialisten in einem Monat haben, teilte «ManU» auf seiner Homepage mit.
Der portugiesische Nationalspieler war in Amsterdam am rechten Knöchel operiert worden. Weiter angeheizt werden dürften die Spekulationen um einen Weggang Ronaldos, sollte Carlos Queiroz, dem ein Angebot über rund 1,9 Millionen Euro pro Jahr vorliegen soll, die Auswahl Portugals übernehmen. Der Portugiese ist bisher noch Assistenztrainer - bei Manchester United.
dpa
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