Montag, 7. Juli 2008 / 14:05 Uhr
Barcelona - Der Präsident des 18-maligen spanischen Fußball-Meisters FC Barcelona hat nach zwei Jahren ohne Titelgewinn einen gehörigen Denkzettel verpasst bekommen. Joan Laporta überstand nur knapp ein Misstrauensvotum, das vereinsinterne Widersacher gegen ihn eingebracht hatten.
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60 Prozent der Mitglieder des Clubs sprachen sich für Neuwahlen aus, für einen Verbleib des 46- Jährigen votierten nur knapp 38 Prozent. Um Laporta zu stürzen, wäre jedoch eine Zweidrittelmehrheit notwendig gewesen. Sein Rivale Oriol Giralt forderte ihn dennoch zum Rücktritt auf. Laporta habe seine Glaubwürdigkeit verspielt.
Der Barça-Chef wies dies zurück, gestand aber den schweren Rückschlag ein und kündigte einen Kurswechsel an. «Dieses Votum ist eine Bestrafung für die vergangenen zwei Jahre. Wir werden die Konsequenzen daraus ziehen und daran arbeiten, die Schieflage zu korrigieren und die Stabilität des Clubs wiederherzustellen.» Der 46-Jährige Jurist steht seit fünf Jahren an der Spitze des katalanischen Vereins. Seine Amtszeit läuft 2010 ab.
Laportas Widersacher werfen ihm vor, die Krise bei Barça nicht energisch genug angepackt zu haben. Trainer Frank Rijkaard hätte viel früher entlassen und leistungsschwache Stars wie Ronaldinho, Eto'o oder Deco zurechtgewiesen werden müssen. In den Wochen vor dem Misstrauensvotum verpflichtete Laporta mit Josep Guardiola einen neuen Coach und gab fast 70 Millionen Euro für neue Spieler aus, darunter der Verteidiger Daniel Alves, der Malier Seydou Keita (beide FC Sevilla), der Katalane Gerard Piqué (Manchester United) und der Uruguayer Martín Cáceres (FC Villarreal).
dpa
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