Dienstag, 8. Juli 2008 / 15:45 Uhr
Lippstadt - Die sportliche Premiere von Jürgen Klinsmann als neuer Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München wird zu einem großen Ereignis.
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«Das sind für uns schon gigantische Verhältnisse», sagte Kai Hartelt vom SV Lippstadt 08 in Nordrhein-Westfalen, wo die Bayern am 13. Juli das erste Testspiel vor der Saison 2008/2009 bestreiten werden.
Weit mehr als 300 Akkreditierungswünsche von Medien-Organisationen lagen dem Heimverein von Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor, erläuterte Hartelt, der beim sechstklassigen SV Lippstadt Aufsichtsratsvorsitzender ist. Vize-Präsident Simon Brenzinger bezeichnete den Auftritt der Münchner als «atemberaubend». Das Stadion «Am Waldschlösschen» fasst normalerweise rund 4000 Zuschauer. Für das Bayern-Gastspiel wurden Zusatztribünen errichtet, wofür der SV Lippstadt etwa 30 000 Euro zahlen muss. Der Club erwartet etwa 7500 bis 8000 Besucher, die 20 Euro Eintritt entrichten.
«Zu diesem Spiel könnten wir wahrscheinlich das halbe Stadion nur mit Medienvertretern füllen», sagte Hartelt. Zugelassen werden mangels Kapazität nur etwa 100 bis 120. Darüber hinaus können «auf gar keinen Fall», so Hartelt, weitere Wünsche erfüllt werden. Der Westdeutsche Rundfunk überträgt die Partie von 15.55 Uhr an in seinem dritten Fernsehprogramm.
Der frühere Oberligist aus Lippstadt hat mit der Ausrichtung attraktiver Testspiele bereits einige Erfahrung. In den vergangenen zwei Jahren waren schon Borussia Dortmund, der FC Schalke 04, die Glasgow Rangers und im Januar 2006 auch der FC Bayern Gäste im «Waldschlösschen». Diesmal ist vieles anders. Eigens für den Bayern- Auftritt wurde ein Online-Ticketsystem eingerichtet, die Besucher- Kapazität wurde verdoppelt, das Rahmenprogramm soll den Münchnern bei ihrem Auftritt in Westfalen zusätzlich Freude bereiten.
Der Auftritt der Bayern ist nach Angaben aus Lippstadt «ein Geschenk» an den Verein, der im Jahr 2008 «100 Jahre Fußballsport in Lippstadt» feiert. Der Gesamterlös, der sich in einer fünfstelligen Euro-Summe bewegen wird, kommt der Jugendarbeit des Clubs zugute, der nach dem Abstieg in der neuen Spielzeit in der Westfalenliga spielt.
dpa
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