Sonntag, 13. Juli 2008 / 13:05 Uhr
München - Kaká, Buffon, Ronaldo, Torres, Gerrard, Drogba, Diego, Eto'o, van Nistelrooy und Co. - was sich liest wie ein «Who is Who» des Weltfußballs, war die Absagenliste des «Goal4Africa»- Benefizspiels in München.
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Obwohl die rund 30 000 Zuschauer in der Allianz Arena am Samstagabend viele ihrer angekündigten Idole nur auf Postern sehen konnten, schwappte immer wieder die La-Ola-Welle durch das Stadion. Gerettet wurde die Benefizaktion zugunsten von Bildungsprojekten in Afrika vor allem durch die Kapitäne der beiden All-Star-Teams, Mitorganisator Clarence Seedorf und Michael Ballack, der sich zwischen Urlaub und Hochzeitsvorbereitungen Zeit für die gute Sache nahm.
Auch der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher verlieh dem Abend mit seiner Teilnahme noch etwas Glanz. Vom FC Bayern waren Zé Roberto, Mark van Bommel, Daniel van Buyten und Hans- Jörg Butt mit von der Partie, der AC Mailand wurde durch Gennaro Gattuso und Dida vertreten.
Noch sei er nicht aufgeregt wegen der anstehenden Trauung mit seiner Lebensgefährtin Simone Lambe, sagte Ballack. «Aber es rückt näher und näher, und ich werde dann bestimmt nervös sein.» Unbestätigten Medienberichten zufolge soll sich Ballack an diesem Montag standesamtlich das Ja-Wort mit der Mutter seiner drei Kinder geben und dann am Dienstag im Starnberger Yachtclub feiern.
Beim 9:6 seines Teams zeigte sich der Kapitän der deutschen Nationalelf in Spiellaune und schoss zwei Tore. «Goal4Africa»- Botschafter Seedorf rechnete Ballack dessen Teilnahme hoch an. Der vierfache Champions-League-Sieger wünschte dem immer wieder in Finals unterlegenen 31-Jährigen, «dass er endlich mal eine große Trophäe einheimst. Michael hätte es sich wirklich verdient».
Seedorf bat um Verständnis für die vielen Absagen: «Kurzfristige Absagen passieren immer.» Der 86-fache niederländische Internationale freute sich, dass Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann und Brasiliens Weltstar Zico gemeinsam den Anstoß ausführten. Zico, der auch als Coach an der Seitenlinie stand, sprach von einer «notte bellissima», einem wunderschönen Abend, der von einem musikalischen Rahmenprogramm mit einem Auftritt des UB40-Sängers Ali Campbell abgerundet wurde.
Einen speziellen Dank richtete Seedorf an Schumacher: Der passionierte Fußballer, der in seiner Schweizer Wahlheimat in der vierten Liga kickt, sei «eine Ikone des Sports». «Mit diesen Spielern zu spielen, macht einem das Leben einfacher», schwärmte Schumacher, der unter dem Jubel des Publikums ein Tor erzielte.
Das Spiel war der Startschuss für eine Kampagne, bis zur WM 2010 in Südafrika Spenden für Bildungsprojekte auf dem Schwarzen Kontinent zu sammeln. Zugleich war das Match Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela gewidmet, der am 18. Juli 90 Jahre alt wird. So durfte ein Enkel Mandelas mitspielen und als Geste nach dem Anpfiff gleich das erste Tor erzielen, während der Rest Spalier stand. «Nur Torwart Dida hatte die Abmachung wohl vergessen, er hat es mir alles andere als leicht gemacht», schilderte Ziswe Mandela.
dpa
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