Montag, 14. Juli 2008 / 15:26 Uhr
Barcelona - Der Abschied des brasilianischen Stürmerstars Ronaldinho vom FC Barcelona scheint kurz bevorzustehen. Unklar ist nur noch, welches Trikot der 28-Jährige in der kommenden Fußball-Saison überstreifen wird.
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Ronaldinho habe zwei interessante Angebote von Manchester City und dem AC Mailand, bestätigte der Präsident des katalanischen Traditionsclubs, Joan Laporta, am Montag im Radiosender «Radio Catalunya». Favorit im Rennen um den Brasilianer sei momentan Manchester City, das 32 Millionen Euro Ablöse biete.
Der AC Mailand, der auch an der Verpflichtung des brasilianischen Nationalspielers interessiert ist, gerät damit in Zugzwang. Die «Rossoneri» wären zwar das Wunschziel Ronaldinhos, doch Barça habe sich bis dato nicht auf eine Ablösesumme mit den Italienern einigen können, sagte Laporta. Der Club von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi scheint auch nicht bereit zu sein, sein bisheriges Angebot über 15 Millionen-Euro-Angebot zu erhöhen.
Ronaldinho werde mit seinem Bruder und Agenten, Roberto de Assis, in Barcelona erwartet, um seinen Wechsel in den nächsten Tagen unter Dach und Fach zu bringen, hieß es in spanischen Medienberichten. Der neue Barça-Trainer, Ex-Kapitän Josep Guardiola, hatte bei seinem Amtsantritt erklärt, dass er nicht mit dem Superstar plane. Schwache Leistungen in der abgelaufenen Saison sowie kontinuierliche Ausflüge ins Nachtleben und seine mangelnde Fitness brachten dem Weltmeister von 2002 Kritik ein. Als «Gordinho» (Dickerchen) war der 28-Jährige wegen seines Übergewichts zuletzt in der Presse verspottet worden.
Trotzdem erklärte Laporta: «Ronaldinho soll den Club in allen Ehren verlassen, denn er gab uns und den Fans die Freude zurück.» Zudem erinnerte der Clubchef daran, welch großen Anteil der Brasilianer an den erfolgreichen Jahren zwischen 2003 und 2006 hatte.
Ronaldinho spielt seit 2003 beim FC Barcelona, mit dem er zweimal die spanische Meisterschaft (2005/2006) und einmal die Champions League (2006) gewann. Außerdem wurde er während seiner Zeit bei den Katalanen zweimal zum Weltfußballer des Jahres (2004/2005) und einmal zu Europas Fußballer des Jahres (2005) gewählt.
dpa
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