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Führungsqualitäten: KSC-Hoffnungsträger da Silva

Baiersbronn ­ Vom Auslaufmodell zur Führungskraft: Nach seinem enttäuschenden Intermezzo beim VfB Stuttgart genießt Antonio da Silva bei seinem neuen Arbeitgeber Karlsruher SC endlich wieder hohe Wertschätzung.

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«Er hat in den bisherigen Spielen gezeigt, was er drauf hat: den tödlichen Pass zu spielen, beim ruhenden Ball Gefährlichkeit zu entwickeln und auch aus dem Spiel heraus selbst torgefährlich zu werden», lobte KSC-Trainer Edmund Becker seinen brasilianischen Neuzugang nach den ersten Testbegegnungen.

Hoffnungsträger

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Die familiäre Atmosphäre beim KSC ist für den Familienmenschen Da Silva wie geschaffen.

Da Silva soll den zum Bundesliga-Rivalen Borussia Dortmund gewechselten Spielmacher Tamas Hajnal ersetzen. Dass der 30-Jährige so schnell die Führungsrolle beim KSC ausfüllen würde, hat aber auch Trainer Becker nicht erwartet. «Er versucht verbal, auf die Mannschaft Einfluss zu nehmen. Das finde ich sehr positiv, dass er versucht die Leute zu stellen, zu pushen und auch einmal den Stürmern zu sagen, noch konzentrierter zu agieren», sagte Becker.

Nach eigener Einschätzung ist da Silva ein absoluter Teamspieler. «Ich versuche, mich immer in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Ich war nie ein Einzelspieler. Ich bin ein Mannschaftsspieler, kein Egoist», sagt er. Er sei kein begnadeter Techniker, betont er und untertreibt damit maßlos.

In seiner neuen sportlichen Heimat will da Silva, der als Vorbild den früheren brasilianischen Mittelfeldstar Zico nennt, die Rückschläge von Stuttgart hinter sich lassen. Mit großen Erwartungen war er als Leistungsträger des FSV Mainz 05 im Sommer 2006 zum VfB gewechselt. 48 Mal kam er für die Schwaben in der Bundesliga zum Einsatz, oft jedoch saß er auf der Bank, kaum einmal spielte er durch.

Die beschauliche Atmosphäre im 80 Kilometer entfernten Karlsruhe ist für den Familienmenschen da Silva wie geschaffen. «Die Mannschaft hat mich super aufgenommen, ich bin allerdings auch kein sehr schwieriger Typ. Aber es gibt hier eine tolle Kameradschaft, das hat mir die Sache sehr erleichtert.» Sollten sich die Spieler in der neuen Saison wieder zum mannschaftlichen Kochkurs treffen, wäre er sofort mit dabei: «Ich bin für jeden Spaß zu haben. Ich kann sogar schon kochen», verrät er.

Gute Voraussetzungen, denn ein funktionierendes Team, glaubt da Silva, könne Berge versetzen. Für die neue Saison heißt daher seine optimistische Devise: «Wenn der Zusammenhalt in einer Mannschaft stimmt, ist vieles möglich. Ich denke, dass auch ein Verein mit einem kleinen Etat erfolgreich sein kann».

dpa

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