Sonntag, 20. Juli 2008 / 14:39 Uhr
Madrid - Samuel Eto'o ist gerade erst aus dem Urlaub zurückgekehrt, doch nach dem Willen des FC Barcelona soll er seine Koffer sobald wie möglich wieder packen und den Verein verlassen.
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Der neue Trainer Josep Guardiola wies dem 27-Jährigen nach Presseberichten in einem Gespräch am Wochenende erneut die Tür, so wie bereits seinen ebenfalls geschassten Starkollegen Deco und Ronaldinho. Allerdings scheint niemand den wegen seiner Launen berüchtigten Kameruner so richtig haben zu wollen - abgesehen von dem usbekischen Meister Kuruwtschi Taschkent, der 25 Millionen Euro für den Torjäger geboten haben soll.
«Ich werde dort spielen, wo ich es will», hatte Eto'o am Rande einer Autogrammstunde in dem zentralasiatischen Land gesagt. Und auch nach dem Gespräch mit Guardiola ließ er durchblicken, dass er es mit dem Wechsel nicht eilig hat. Schließlich läuft sein Vertrag bei dem 18-maligen spanischen Meister noch bis 2010. Bis auf weiteres bleibt er also Teil der Mannschaft und wird an diesem Montag auch mit ins Trainingslager nach Schottland reisen.
Während der Brasilianer Ronaldinho beim AC Mailand und der Portugiese Deco beim FC Chelsea untergebracht werden konnten, liegt dem FC Barcelona für Eto'o nach eigenen Angaben bislang keine konkrete Offerte vor. Allerdings fordern die Blauroten auch eine Ablöse von 40 Millionen Euro.
Zwar haben sich Chelsea, der FC Arsenal und Inter Mailand für ihn interessiert, aber mehr auch nicht. Und dies, obwohl Afrikas Fußballer der Jahre 2003, 2004 und 2005 als einer der besten Stürmer in Europa gilt. Für die Katalanen erzielte er in vier Jahren 107 Tore und führte den Club zu zwei Meisterschaften und einem Champions-League-Sieg.
Doch immer wieder wird auf den schwierigen Charakter des «Löwen aus Kamerun» verwiesen. Barças früheren Coach Frank Rijkaard hatte er einst als «sehr schlechten Menschen» kritisiert. Und der neue Trainer Josep Guardiola will sich erst gar nichts gefallen lassen. «Eto'os Zeit bei uns ist abgelaufen», stellte der bereits bei seinem Amtsantritt vor einem Monat klar.
dpa
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