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FC Bayern will sich mit Europas Elite messen

München - Erst strahlten Lukas Podolski & Co. im gold-silbernen Konfettiregen an der Seite von Model-Schönheiten um die Wette, dann ließen sie sich in ihren neuen Trikots von über 10 000 Fans bejubeln.

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Doch drei Wochen vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison dachten alle beim FC Bayern München schon an die Champions League. «Wir hoffen alle, dass wir diesen Traum, den nicht nur Jürgen hat, sondern auch die Spieler haben, zu Ende träumen. Es wird wahnsinnig schwer. Wir haben aber alles getan, um in diesem Jahr international anzugreifen», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei der offiziellen Saisoneröffnung des deutschen Fußball-Rekordmeisters in der Allianz Arena.

Neue Kleider

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Lukas Podolski (l) und Bastian Schweinsteiger präsentieren die neuen Bayern-Trikots.

Auf dunkelblaue Trikots mit erstmals vier Meistersternen greifen die Münchner künftig im Bedarfsfall bei Auswärtsspielen zurück, den Angriff auf Europas Krone und das Champions-League-Finale am 27. Mai 2009 in Rom starten sie in strahlendem Weiß mit roten Streifen. «Wir wissen, dass wir uns international beweisen müssen. Wir messen uns an der Spitze», versprach Trainer Jürgen Klinsmann, für den es das erste Wiedersehen seit langem mit Besucher Oliver Kahn gab. Zur Freude der Fans humpelte auch der verletzte Franck Ribéry an Krücken in die Arena und wurde von Klinsmann geherzt. «Der Fuß macht keine Probleme, alles okay», sagte der Franzose in Deutsch über das Stadionmikrofon.

Ausgerechnet unter Klinsmann, bei dem besonders viel Geheimhaltung befürchtet worden war, gab sich der FC Bayern volksnah. Erstmals fand bei kostenlosem Eintritt eine öffentliche Einheit in der Allianz Arena statt. «Wir sind Jürgen Klinsmann sehr dankbar, dass er bereit ist, ein öffentliches Training zu machen», sagte Manager Uli Hoeneß und war «total happy» über die Resonanz. Über 10 000 Zuschauer wollten die letzte Trainingseinheit vor dem ersten Härtetest am Mittwoch im inoffiziellen Supercup-Spiel bei Borussia Dortmund sehen. Klinsmann will bei dieser Partie «vor Ort entscheiden, inwieweit jeder zum Einsatz kommen wird».

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Vermutlich wird Tim Borowski, der ebenso wie Podolski, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm auf dem Laufsteg an der Seite von kleinen Kindern und lang gewachsenen Models die neuen Trikots präsentierte, sein Debüt für den neuen Verein geben. «Ich freue mich auf die neue Saison und auf die Champions League. Da wollen wir einiges erreichen und Akzente setzen», betonte der Ex-Bremer.

Während die neuen Champions-League-Jerseys an die Zeiten des «weißen Balletts», damals noch mit Michael Ballack, erinnerten, betraten die Münchner mit den Auswärts-Leibchen in «darknavy» (dunkelblau) Neuland. «Wir haben uns sofort in diese Farbe verliebt», schwärmte Hoeneß. Ein Problem, weil sich die «Roten» damit farblich in Richtung der «Blauen» (1860 München) bewegen, sieht er nicht. «Manchester United hat auch einen Club in der Stadt, der hellblau trägt», sagte Hoeneß.

Der Manager war ebenso wie Rummenigge stolz, dass die neuen Leibchen ein vierter Meisterstern ziert. «Wer 21 Mal Meister war und dabei 20 Mal die Bundesliga gewonnen hat, darf diesen vierten Stern tragen. Im Ausland ist das ein wichtiges Zeichen, wenn man einen oder zwei Sterne hat. Ich glaube, es gibt keinen weiteren Club, der den dritten Stern in den nächsten zehn Jahren erreichen wird», demonstrierte Rummenigge Selbstvertrauen.

Zur heilen Bayern-Welt passte die erste Begegnung von Kahn und Klinsmann seit langem. «Sehr angenehm», empfand der Ex-Torwart das Aufeinandertreffen mit dem Coach, der ihn vor der WM 2006 zur Nummer 2 degradiert hatte. Er sei gleich eingeladen worden, das neue Vereinsgelände anzuschauen, berichtete Kahn, der wegen der Vorbereitungen seines Abschiedsspiels am 2. September in der Arena war. Kahn traut dem Ex-Club Großes zu: «In der Champions League wird der FC Bayern ganz anders auftreten als im UEFA-Cup.»

dpa

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