Dienstag, 22. Juli 2008 / 19:57 Uhr
Berlin - Als erster Bundesliga-Club bereitet sich Hertha BSC in einem Höhentrainings-Zentrum auf dem eigenen Club-Gelände auf die neue Saison vor. Dafür wurden auf dem Hertha-Gelände rund 200 Quadratmeter in einen Bereich für Höhentraining und Leistungsdiagnostik verwandelt.
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«Wir sind die Ersten in der Bundesliga, wissen allerdings, dass wir nicht die Letzten sein werden», erklärte Manager Dieter Hoeneß bei der Vorstellung der Innovation. In zwei Trainingsräumen können genau die Bedingungen simuliert werden, die in Höhen bis zu 4500 Meter herrschen. Die Kosten für das neue Zentrum sollen sich auf rund 300 000 Euro belaufen.
«Viele Spiele sind sehr eng, das gilt auch für die Bundesliga. Da wollen wir auch die berühmten drei bis vier Prozent herausholen, die entscheiden können», begründete Hoeneß den Schritt hin zum eigenen Höhentrainings-Zentrum. Das System wird von der Firma des ehemaligen Volleyball-Auswahltrainer Volker Spiegel bereitgestellt. Zahlreiche Spitzenathleten wie die Olympia-Teilnehmerin Britta Steffen haben diese Möglichkeiten schon genutzt.
Bei Hertha soll die neue «Höhenkammer» ganzjährig genutzt werden, sowohl für die Saison-Vorbereitung als auch für Regenerations- und Rehabilitations-Maßnahmen. Die Gefahr, dass bei der Hypoxie - der Sauerstoffgehalt der Luft wird reduziert - die vermehrte Produktion roter Blutkörperchen zu Werten führen kann, die als Doping-Grenze gelten, bestehe laut Spiegel bei der Technologie nicht. «Damit ist man nicht in der Lage, an Grenzbereiche zu kommen», betonte Spiegel.
dpa
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