Donnerstag, 24. Juli 2008 / 14:17 Uhr
Going - Das tagelang trübe Wetter im Tiroler Trainingslager des VfB Stuttgart konnte der guten Laune von Armin Veh nichts anhaben.
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«Ich fühle mich sehr gut mit der Mannschaft und bin zufrieden damit, wie es läuft. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir stärker sind als in der letzten Saison», sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten im österreichischen Going. Und ergänzte: «Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir schon mehrere Langzeitverletzte und deswegen eine etwas chaotische Vorbereitung. In diesem Jahr konnten wir bisher alles durchziehen, was wir uns vorgenommen hatten.»
Dass der Kader nach dem Eintreffen von Nationaltorhüter Jens Lehmann erst am Donnerstag zum ersten Mal vollzählig auf dem Trainingsplatz stand, bereitet Veh kein Kopfzerbrechen. «Da sehe ich keine Probleme, das ist bei anderen Vereinen ja auch so», meinte der 47-Jährige. Zwei Tage vor Lehmann waren seine Nationalelf-Kollegen Mario Gomez und Thomas Hitzlsperger sowie der niederländische Neuzugang Khalid Boulahrouz angereist.
Trotz der EM-Teilnahme des Quartetts und des daher verpassten ersten Trainingslagers in Donaueschingen rechnet Veh damit, dass die Nachzügler bald in der gewünschten körperlichen Verfassung sind. «Dadurch, dass sie nur einen kurzen Urlaub hatten, haben sie gar nicht so viel verpasst.» Ein Einsatz im UI-Cup-Rückspiel am 27. Juli gegen Saturn Ramenskoje (Hinspiel 0:1) komme gleichwohl zu früh.
Für die übrigen Profis hatte der Coach die Belastung in der ersten Vorbereitungsphase zurückhaltender dosiert als 2007. In der ersten Saisonhälfte des Vorjahres plagten den VfB stets Verletzungssorgen. «Unsere Analyse hat gezeigt, dass wir im letzten Jahr vielleicht etwas zu früh in den Schnelligkeitsbereich eingestiegen sind. Dieses Jahr haben wir zunächst noch mehr an der Ausdauer gearbeitet.» Große Hoffnung setzt Veh in die «Neuen» um Lehmann und Boulahrouz. «Letztes Jahr hatten wir kein glückliches Händchen, das ist diesmal anders.» Die nach dem Meistertitel 2007 geholten Raphael Schäfer, Sergiu Radu oder Ewerthon hatten sich nicht als erhoffte Verstärkungen erwiesen.
Obwohl sich die Neuen «natürlich erst beweisen müssen», ist Veh von ihnen überzeugt. «Boulahrouz war mein Wunschspieler, da weiß ich, was kommt. Und bei einem Jens Lehmann weiß man das auch.» Angetan ist Veh nach dem bisher Gezeigten auch von dem von Zweitliga-Absteiger Carl Zeiss Jena geholten Jan Simak, für den wohl Yildiray Bastürk von der zentralen Position hinter den Spitzen nach halblinks rücken muss. «Er ist für mich einer der besten Spieler in Deutschland, auch in der Bundesliga gibt es nicht viele bessere», schwärmte Veh von Simak. «Wenn er umsetzt, was er kann, ist er bei uns die Nummer 10.»
Das Gerüst steht. «Es wird voraussichtlich keiner mehr dazukommen. Und von den Leuten, die jetzt hier sind, werden wir keinen mehr abgeben.» Das gelte auch für den vertraglich bis 2012 gebundenen Mario Gomez, von dem weiter ein klares Bekenntnis zum VfB aussteht. Veh: «Es gibt seit Monaten eine klare Ansage der sportlichen Leitung, und die lautet, dass er hierbleibt. Ende der Veranstaltung.»
dpa
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