Sonntag, 27. Juli 2008 / 16:07 Uhr
Berlin - Für Hertha BSC bleibt der Kampf um Sympathie-Punkte in der Fußball-Bundesliga schwierig.
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Eine blutjunge Mannschaft mit zahlreichen Berliner Eigengewächsen kam zu einem 4:2-Sieg beim Viertligisten 1. FC Magdeburg, der danach allerdings durch Ausschreitungen getrübt wurde. 250 Randalierer beider Vereine hatten zwei Polizisten verletzt und eine Straßenbahn demoliert. Am 27. Juli öffnete der Hauptstadtclub zur offiziellen Saisoneröffnung auf dem Olympiagelände für die Fans sogar die «heiligen Räume» wie die Kabine oder den neuen Höhentrainingsbereich.
Bei der Vorstellung der Mannschaft im Amateurstadion fehlten nach einer weiteren Operation lediglich der langzeitverletzte Brasilianer Lucio und der an einem Infekt erkrankte Manager Dieter Hoeneß. Lucio wurden am lädierten Knie Schrauben entfernt, damit die ursprüngliche Beugefähigkeit wieder hergestellt werden kann. Der Eingriff bringe den Mittelfeldspieler weiter nach vorn, sagte Michael Preetz, der Leiter der Hertha-Lizenzspielerabteilung. Ein möglicher Knalleffekt vor dem Showtraining blieb aus: Der tunesische Stürmer Armine Chermiti, den Hertha seit Monaten verpflichten will, wurde noch nicht vorgestellt.
Trainer Lucien Favre setzte in Magdeburg vor allem auf den Nachwuchs. «Es war ein guter Test für die jungen Spieler, sie haben gesehen, wo sie sich noch verbessern müssen», kommentierte Favre den späten Erfolg. «Wir müssen und werden weiter auf unsere jungen Spieler setzen.»
Überschattet wurde die Partie nach dem Schlusspfiff von Ausschreitungen. Ein Beamter wurde nach Angaben eines Polizeisprechers am Kopf, ein weiterer durch Rauch in den Augen verletzt. Die Fußball-Anhänger beider Clubs zerstörten mehrere Fenster- und Türscheiben einer Straßenbahn der Magdeburger Verkehrsbetriebe. Dabei entstanden mehrere tausend Euro Sachschaden.
dpa
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