Dienstag, 29. Juli 2008 / 14:25 Uhr
Stuttgart - Kurz vor dem prestigeträchtigen «Glamour»-Test gegen den FC Arsenal ist die brisante Personalie Mario Gomez beim VfB Stuttgart endgültig geklärt.
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«Einige haben immer wieder ein klares Bekenntnis von mir zum VfB gefordert», teilte Fußball-Nationalstürmer Gomez auf seiner Internetseite mit, nachdem der Verein von Anfang an einen Transfer in diesem Sommer kategorisch ausgeschlossen hatte. «Dabei ist das doch gar nicht notwendig. Ich habe kein einziges Mal gesagt, dass ich den Club in diesem Sommer verlassen will.» Besonders im Blickpunkt stehen wird beim Duell mit seinem Ex-Club auch Nationaltorhüter Jens Lehmann, sein Debüt für den Bundesligisten gibt.
«Gegen so eine Mannschaft spielen wir nicht jeden Tag. Deswegen freuen sich meine Spieler auf die morgige offizielle Saisoneröffnung», sagte VfB-Trainer Armin Veh am Dienstag. Neben Lehmann und Gomez wollen sich auch der frühere England-Profi Thomas Hitzlsperger und der vom FC Chelsea zum VfB gewechselte niederländische Neuzugang Khalid Boulahrouz die Gala gegen die «Gunners» nicht entgehen lassen.
Nachdem das erst vergangenen Woche ins Training eingestiegene Quartett beim 3:0 im UI-Cup gegen Saturn Ramenskoje am Sonntag noch gefehlt hatte, kündigte Veh an: «Ich gehe davon aus, dass die EM- Fahrer mit von der Partie sind.» Für einen angemessenen Rahmen ist gesorgt: 42 000 Tickets waren bis Dienstag bereits für die Partie verkauft, vor deren Anpfiff zudem das Gottlieb-Daimler-Stadion offiziell in Mercedes-Benz-Arena umbenannt wird.
Auf einen herzlichen Empfang hofft Neuzugang Lehmann. Das Spiel gegen seinen Verein der vergangenen fünf Jahre ist dafür eine ideale Bühne. «Ich hoffe, dass ich gegen Arsenal spielen kann», hatte der 38-Jährige unmittelbar nach seinem ersten Training gesagt. Am Sonntag hatte die Öffentlichkeit allerdings Notiz davon genommen, dass Lehmann das wichtige UI-Cup-Spiel nicht einmal von der Tribüne aus verfolgte. «Das war so abgestimmt. Jens muss noch ein paar private Dinge regeln», erklärte Sportdirektor Heldt.
Als Brandherd für ein potenzielles Störfeuer könnte sich einmal mehr auch Danijel Ljuboja erweisen. Nach dem Erfolg gegen Ramenskoje pfiff ein Teil der Stuttgarter Anhänger den Stürmer aus, den Veh nach vorübergehender Verbannung wieder in den Kader geholt hat. Nach den Erfahrungen der Vorsaison, als es zwischen Torhüter Raphael Schäfer und dem eigenen Publikum immer Missstimmung gegeben hatte, kommt dem VfB neuer Ärger zwischen Team und Fans mehr als ungelegen. In Zeitungsberichten wird bereits über einen Verkauf Ljubojas als Ausweg aus dem Dilemma spekuliert.
dpa
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