Mittwoch, 3. November 2004 / 12:19 Uhr
Hamburg - Berti Vogts will nach seinem Rücktritt als schottischer Nationaltrainer nicht mehr als Bundesliga-Coach arbeiten. «Eine Rückkehr in die Bundesliga in vorderster Front kommt nie mehr in Frage. Als Sportdirektor oder in anderer Funktion - das allerdings könnte ein Thema sein», sagte Vogts.
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Auch ein Engagement im Nachwuchsbereich des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist für den 57-Jährigen vorstellbar.«Die Jugend ist meine Herzensangelegenheit. Für Gespräche mit dem DFB bin ich immer offen. Man muss in die Jugend investieren, sonst bekommt man Probleme in der Zukunft.» Dagegen habe er ein Angebot als Club-Trainer in Mexiko abgelehnt, teilte der Coach der in «Bild»-Zeitung weiter mit.
Berti Vogts (r) während des WM-Qualifikationsspiels in Moldawien am 13. Oktober.
Vogts war als Spieler 1972 Europameister und 1974 Weltmeister. Als Trainer führte er die deutsche Nationalmannschaft 1996 in England zum EM-Sieg. Nach zweieinhalb erfolglosen Jahren hatte er am Montag in Schottland seinen Hut genommen, vorher jedoch noch mit den britischen Medien abgerechnet. «Ich habe wie in einem dunklen Raum gelebt. Man ist beschattet worden, wohin man auch ging, manchmal 24 Stunden lang. Das habe ich in meinem Alter nicht mehr nötig», beschrieb Vogts in der Tageszeitung «Die Welt» die Beweggründe für die Auflösung seines bis zur WM 2006 datierten Vertrages. Der schottische Fußball-Verband soll ihm eine Abfindung in Höhe von 750 000 Euro gezahlt haben.
dpa
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