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Berliner Fußball forciert Anti-Gewalt-Aktionen

Berlin - Der Berliner Fußball geht gegen Gewalt und Rassismus auf den Sportplätzen und in den Stadien weiter in die Offensive.

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Nach der Installation einer «AG Fairplay», der Einführung von Anti-Gewalt-Seminaren als Straf- und Erziehungsmaßnahme sowie der Zusammenarbeit mit professionellen Experten gibt es am 10. August den ersten Präventionstag, der als Mischung aus Information, Präsentation und aktiver sportlicher Betätigung im Jahn-Sportpark stattfindet. «Wir haben die Fingerzeige aufgenommen», erklärte Bernd Schultz, der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes (BFV). Zwar sei die Zahl der Spielabbrüche rückläufig - 65 in der abgelaufenen Spielzeit gegenüber mehr als 100 im Jahr zuvor, «doch wir sind noch lange nicht am Ziel.»

Gewalt

Foto: dpa Bild vergrößern

Immer wieder kommt es in Fußballstadien zu Krawallen.

Nachdem es 1990 erste Anti-Gewalt-Schulungen in Kreuzberger Clubs gegeben hatte, rückte das Thema stark in den Focus. Die körperliche Gewalt habe zwar abgenommen, registrierte der Verband. «Unser großes Problem sind derzeit die Beleidigungen, auch rassistischer Art», so Gerd Liesegang, Anti-Gewalt-Experte im BFV. Der hat darauf schon mit zahlreichen Maßnahmen reagiert, so führte die Sportgerichtsbarkeit bei Spielsperren auch Bewährungsstrafen ein. Dafür absolvierten seit 2004 rund 130 Jugendliche bei professionellen Sozialarbeitern Anti-Gewalt-Kurse. Laut Schultz hat es nur zwei Rückfälle gegeben.

dpa

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