Donnerstag, 7. August 2008 / 11:22 Uhr
Rom - Der italienische Fußballverband hat den früheren Juve-Manager Luciano Moggi und sechs ehemalige Schiedsrichter in einem zweiten Prozess nach der Liga-Manipulationsaffäre zu langen Berufsverboten verurteilt.
anzeige
Die Disziplinarkommission wirft den Verurteilten «unlauteres Verhalten» vor, berichtete die «La Gazzetta dello Sport». Eine direkte Manipulation von Spielergebnissen konnte ihnen diesmal nicht nachgewiesen werden.
Die früheren Referees Tiziano Pieri, Salvatore Racalbuto, Stefano Cassarà, Antonio Dattilo, Paolo Bertini, Marco Gabriele und Linienrichter Marcello Ambrosino wurden wie Moggi zu eineinhalb Jahren Berufsverbot verurteilt. Der in einem vorhergehenden Verfahren bereits mit einer vierjährigen Sperre belegte Ex-FIFA-Schiedsrichter Massimo De Santis erhielt weitere sechs Monate Berufsverbot. Außerdem wurde der Manager des Fußballclubs Salerno, Angelo Fabiani, zu vier Jahren Berufsverbot verurteilt.
Über Fabiani hatte der bereits in einem ersten Verfahren zu fünf Jahren Berufsverbot verurteilte Moggi die Unparteiischen mit schweizerischen Mobil-Telefonen ausgestattet. So wollte Moggi verhindern, dass italienische Behörden die Gespräche zwischen ihm und den Schiedsrichtern abhören können. In einem ersten Prozess war dem ehemaligen Manager von Juventus Turin bereits die Manipulation von Spielergebnissen mit Hilfe korrupter Schiedsrichter nachgewiesen worden.
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
"Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich." Aktuelles zur Droge Fussball, spitz und ohne redaktionelle Schranken, aus unserem Fussball Blog
Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Jürgen Wegmann: Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.
Kommentar schreiben