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DFB-Pokal: Große Kasse, kleine Hoffnung

Düsseldorf - Die Kleinen träumen vom großen Coup, die Favoriten fürchten die Blamage: Zum Auftakt der neuen Fußball-Saison können bei der 66. Ausspielung des DFB-Pokals die Außenseiter in den Blickpunkt rücken, ehe der Meisterschaftsbetrieb eine Woche später Fahrt aufnimmt.

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Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln hat bereits die erste Hürde genommen und ist durch einen 5:1-Erfolg beim Südwest-Oberligisten SV Niederauerbach in die 2. Runde eingezogen. Aber die kleinsten Clubs im Wettbewerb, Verbandsligist FC Wegberg-Beeck und Landesligist VfB Fichte Bielefeld, hoffen noch auf große Kasse und eine sportliche Überraschung.

Siebtligist Fichte ist für die Partie gegen Borussia Mönchengladbach in die größere SchücoArena umgezogen und spekuliert mit einer Kulisse von knapp 10 000 Zuschauern. «Wir gehen nicht in diese Partie und sagen, dass wir eh schon verloren haben. Alle müssen diese Begegnung als einmaliges Ereignis begreifen und dementsprechend motiviert sein», sagte Fichtes Spielertrainer Mark Sawkill vor dem Spiel des Jahres für den kleinen Bielefelder Club. Die Gladbacher wollen sich nicht überraschen lassen und haben den Gegner beobachtet. «Sie haben eine homogene Mannschaft, die mit Einsatz, Kampfgeist und Aggressivität gegen uns vorgehen wird. Da bekommen wir nichts geschenkt», sagte Borussias Trainer Jos Luhukay.

Auch der FC Wegberg-Beeck zieht für das Spiel gegen den Zweitligisten Alemannia Aachen nach Mönchengladbach in den Borussia-Park um. Etwa 8000 Zuschauer erwartet der Club aus der sechsten Liga, der benachbarte Bundesligist Borussia hilft bei der Organisation. «Und dann sind es noch fünf Spiele bis zum internationalen Geschäft», scherzte Wegbergs Torhüter Vahid Spago.

Drittligist Rot-Weiß Erfurt hat mit Rekordmeister Bayern München das große Los gezogen und hofft auf ein ähnliches spannendes Erstrundenspiel wie das der Bayern im Vorjahr bei Wacker Burghausen. Damals konnten sich die Münchner erst im Elfmeterschießen durchsetzen. Im ersten Pflichtspiel der Saison muss Trainer Jürgen Klinsmann allerdings auf insgesamt acht Akteure verzichten, darunter Luca Toni und Franck Ribéry. Erfurts Trainer Karsten Baumann freut sich jedenfalls auf den Rekordmeister. «Wir geben Vollgas gegen die Bayern», versprach der Coach des Drittligisten.

Die brisanteste Partie findet im «Pott» statt: Viertligist Rot-Weiss Essen, Pokalsieger von 1953, erwartet im mit mehr als 21 000 Zuschauern restlos ausverkauften Stadion an der Hafenstraße den Nachbarn und Pokalfinalisten der Vorsaison, Borussia Dortmund. Für die Gastgeber ist das Revier-Derby vor allem aus finanziellen Gründen interessant. «Wir sind wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet. Die Einnahme wird ein wichtiger Finanzfaktor bei der Gestaltung der kompletten Saison bilden», sagte RWE-Sportdirektor Thomas Strunz.

Ein besonderes Jubiläumsspiel hat sich der FC Homburg erworben. Eine Woche nach der 100-Jahr-Feier des früheren Bundesligaclubs gastiert der FC Schalke 04 im Waldstadion. Dabei müssen die Königsblauen gleich auf vier Profis verzichten und gegen die Statistik ankämpfen. In bislang vier Pflichtspielen in der Bundesliga und der 2. Liga konnten die Schalker noch nie in Homburg gewinnen.

dpa

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