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Clubs: Solide Finanzen und schlechte Aussichten

Frankfurt/Main - Die deutschen Profi-Fußballclubs verfügen nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zwar über solide Finanzen, aber auch trübe sportliche Perspektiven.

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In der Champions League hätten die Bundesligavereine auch künftig schlechtere Erfolgsaussichten als die Konkurrenz aus England, Spanien und Italien, heißt es in der in Frankfurt am Main veröffentlichten Analyse.

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Der Ball rauscht ins Netz.

Im Ausland gebe es günstigere steuerrechtliche Vorraussetzungen bei der Verpflichtung von ausländischen Spitzenspielern. Weitere Vorteile in anderen Ländern seien die ertragreichere Einzelvermarktung der TV-Rechte und letztlich auch das System der Königsklasse selbst. Die UEFA schütte an die erfolgreichen Clubs sehr hohe Prämien aus, die wiederum zur Stärkung der Kader verwendet werden könnten. In der abgelaufenen Saison hat zum Beispiel Champions-League-Sieger Manchester United knapp 43 Millionen Euro Prämien allein aus diesem Wettbewerb eingestrichen.

In einer Umfrage, an der sich 30 von 36 Clubs der ersten beiden Ligen beteiligten, bezeichneten 97 Prozent der Fußball-Manager die eigene wirtschaftliche Position als gut oder eher gut, berichtete das Beratungsunternehmen. Knapp zwei Drittel rechnen für die kommende Saison mit einem Gewinn, nur sieben Prozent der Clubs mit einem negativen Ergebnis. Zusätzliche Einnahmen sollen bei Sponsoren und den Besuchern der Spiele erzielt werden. Die Mehreinnahmen haben die Manager vor allem für Investitionen in den Spielerkader vorgesehen.

In der Champions League hätten sämtliche führenden Fußballnationen im Gegensatz zu Deutschland ihre Erfolge ausgebaut, berichteten die Wirtschaftsprüfer. Dabei zeige sich, dass immer weniger Teams eine dominierende Rolle spielen, erklärte Studienautor Arnd Hovenmann. «Insgesamt hat die sportliche Ausgeglichenheit der Champions League deutlich abgenommen.» Dies sei auf die immer größer werdenden Einnahmeunterschiede der verschiedenen Ligen zurückzuführen. So liege die englische Premier League mit 2,5 Milliarden Euro deutlich vor Spanien, Italien und Deutschland mit je 1,5 Milliarden Euro. Kleinere Ligen könnten meist nur weniger als 0,5 Milliarden Umsatz verbuchen.

Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation seien den deutschen Clubs enge Grenzen gesetzt. Ernst & Young nannte die zentrale Vermarktung der Medienrechte, das Werbeverbot für Wettanbieter und das drohende Werbeverbot für alkoholische Getränke. Sportlicher Erfolg würde zudem die Fans sehr viel mehr Geld kosten: Eintrittspreise und Pay-TV-Gebühren in England übersteigen das deutsche Niveau deutlich.

dpa

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