Mittwoch, 13. August 2008 / 16:23 Uhr
Berlin - Den Kampf um den letzten Olympia-Einsatz von Gojko Kacar hat Hertha BSC verloren, auf dem Rasen soll nun zumindest ein Sieg auf dem angestrebten Weg in den UEFA-Cup gelingen.
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Ohne den Serben, der trotz einer Klage seines Clubs gegen Argentinien spielte und mit seinem Team ausschied, tritt der Fußball-Bundesligist bei NK Interblock Ljubljana an. Schon im Hinspiel der 2. Qualifikationsrunde soll gegen Sloweniens Pokalsieger der Grundstein für den Einzug in den UEFA-Cup gelegt werden.
Gojko Kacar (unten) bei den Olympischen Spielen für Serbien im Einsatz gegen den Ivorer Coulibaly.
Doch nach der Ankunft in Slowenien mussten die Berliner erst einmal die nächste schlechte Nachricht aus China verdauen. Der serbische Verband setzte sich über die Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS hinweg und ließ Kacar wiederum die komplette Partie bestreiten. «Von den Serben habe ich sowieso nichts anderes erwartet», sagte der erboste Hertha-Manager Dieter Hoeneß. «Ich hatte sowieso den Eindruck, das ist ein Spiel auf Zeit.»
Hertha BSC hatte sich noch zwei Tage zuvor an die Ad-hoc-Kammer des CAS in Peking gewandt, bis zum 13. August mittags aber keine positive Rückmeldung erhalten. Hoeneß hatte in den vergangenen Tagen ultimativ die Rückkehr von Kacar verlangt und weitere Olympia-Einsätze als «widerrechtlich» bezeichnet. Nach dem 0:2 gegen Argentinien und dem Verpassen des Viertelfinales wird 21-Jährige noch am 14. August in Berlin erwartet. Sein Club hat zwei Flüge über Frankfurt gebucht, damit Kacar nicht mit seinem Team über Belgrad zurückreisen muss.
Die Vorbereitung auf die Partie in Slowenien sollte vom Tauziehen um den Serben nicht gestört werden. «Wir sind wieder klarer Favorit», sagte Trainer Lucien Favre vor dem Abflug am Mittwoch. Unter den Augen des Schweizers hatte Ljubljana auch im vierten Ligaspiel nicht gewonnen und stellte daraufhin den Italiener Alberto Bigon als neuen Trainer vor. Bigon führte 1990 den SSC Neapel um Diego Maradona zum italienischen Meistertitel und soll nun den Tabellen-Letzten Sloweniens in Schwung bringen.
Der Club sei klar besser als Erstrundengegner Nistru Otaci aus Moldawien, urteilte Favre. «Sie haben eine Mannschaft mit mehr Potenzial. Vorne sind sie gefährlich. Sie haben einen neuen Trainer, sie haben viel Geld, aber wir müssen eine Runde weiter», sagte Favre, der bei seinen Planungen auch schon den Bundesliga-Start bei Eintracht Frankfurt im Hinterkopf hat.
Immerhin sechs Spieler fehlen Favre: Neben Kacar und Olympia-Teilnehmer Solomon Okoronkwo, der mit Nigeria ins Viertelfinale einzog, fällt Kapitän Arne Friedrich (Rückenbeschwerden) auch in Frankfurt aus. Pal Dardai erholt sich von einem Muskelfaserriss, für Sofian Chahed kommt die Europapokal-Partie nach der Operation wegen eines Fingerbruches zu früh. Ersatztorhüter Christian Fiedler fehlt nach einem Kreuzbandriss noch mehrere Monate. Dafür sind die Neuzugänge Amine Chermiti und Cicero spielberechtigt.
dpa
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Gerhard Delling: Wenn man ihn jetzt ins kalte Wasser schmeißt, könnte er sich die Finger verbrennen.
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