Montag, 18. August 2008 / 11:50 Uhr
Frankfurt/Main - Glanzlose Pflichterfüllung beim 3:1-Pokalsieg in Trier, vielversprechender 2:0-Erfolg in der UEFA-Cup-Qualifikation in Ljubljana und ein souveränes 2:0 (1:0) zum Start der Fußball-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt:
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Mit dem ersten Auftaktsieg seit neun Jahren hat Hertha BSC Berlin ein erstes Ausrufezeichen hinter das hohe Anspruchsdenken des ambitionierten Hauptstadt-Clubs gesetzt. «Wir sind schon auf einem guten Weg und haben bewiesen, dass die Mannschaft mehr und mehr zusammenwächst», meinte Hertha-Manager Dieter Hoeneß mit einem zufriedenen Schmunzeln. Als Saisonziel hatten die Berliner Platz sechs ausgegeben.
«Wir haben sehr intelligent gespielt. Das wird eine gute Saison», versprach Kapitän Josip Simunic. Auch Trainer Lucien Favre war «sehr, sehr zufrieden», bemühte sich aber, allzu frühe Euphorie im Keim zu ersticken. «Es war erst das erste Spiel, das wir gegen einen starken Gegner verdient gewonnen haben. Jetzt müssen wir diesen Sieg aber gegen Arminia Bielefeld bestätigen», sagte der besonnene Schweizer.
Einer der spielentscheidenden Unterschiede war Herthas Stürmer Marko Pantelic, der seine Verhandlungsposition im hartnäckigen Vertrags- und Gehaltspoker mit einer erneut starken Leistung weiter verbesserte. Gegen Ljubljana zweifacher Torschütze, glänzte der immer anspielbare Serbe diesmal als Vorbereiter zu den Treffern seines kongenialen Mitspielers Raffael (43.) und des bärenstarken Patrick Ebert (60.). Dieser sah den Schlüssel zum Erfolg darin, «dass wir uns als mannschaftlich geschlossene Einheit präsentiert haben. Auf dieser Leistung können wir aufbauen. Platz sechs ist keine Illusion».
Die runderneuerte Hertha nach dem ersten Spieltag auf einem UEFA-Cup-Platz - Frankfurt auf einem Abstiegsrang (16.). Nur eine Momentaufnahme oder schon ein kleiner Fingerzeig, wohin die Wege der letztjährigen Tabellennachbarn (Eintracht 9./Hertha 10.) in dieser Saison führen könnten? «Eine grottenschlechte Mannschaftsleistung von uns. Damit kann man in der Bundesliga nicht bestehen», kritisierte mit Torwart Oka Nikolov noch der verlässlichste Eintracht-Spieler.
«Ein herber Dämpfer und ein klarer Fehlstart», konstatierte der glücklose, aber wenigstens kämpferisch bemühte Eintracht-Kapitän Ioannis Amanatidis. «Ich bin sehr enttäuscht. Wir sind die ganze Zeit dem Gegner hinterher gelaufen. Die Berliner waren handlungsschneller, variabler und spritziger», meinte Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der «viele offene Fragen» sah. Bei der Ursachensuche für den kapitalen Fehlstart erkannte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel: «Wir haben uns zu oft im Defensiv-Verhalten übertölpeln lassen.»
Vor den beiden nun anstehenden Auswärtsspielen beim 1. FC Köln und VfL Wolfsburg stehen die Hessen bereits frühzeitig mit dem Rücken zur Wand. «In Köln müssen wir uns auf einen ganz heißen Tanz einstellen. Aber wir werden aus dieser Niederlage lernen und unsere Schlüsse ziehen», versprach der Rheinländer Funkel nach dem uninspirierten Auftritt seines in der Vorbereitung noch so starken Teams.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Jürgen Wegmann: Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.
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