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Lehmann will beim VfB durch Konstanz überzeugen

Stuttgart - Für ein Länderspiel verschiebt Ex- Nationaltorhüter Jens Lehmann zwar noch als Fernsehzuschauer seine Bettruhe, der ungebrochene Ehrgeiz des 38-Jährigen gilt aber nur noch dem Alltag beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart.

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«Die Erwartungshaltung ist natürlich groß, aber das ist auch immer eine Herausforderung zu beweisen, dass ich Spieltag für Spieltag auf einem guten Niveau spielen kann», sagte Lehmann. Ein konkretes Ziel für seine Comeback-Saison in der Bundesliga mit dem VfB hat sich Lehmann nach fünf Jahren beim englischen Spitzenclub FC Arsenal aber nicht gesetzt. «Das ist für mich im Moment einfach nicht zu beurteilen, weil ich die anderen Mannschaften dazu nicht gut genug kenne», meinte Lehmann.

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Lens Lehmann will sein Können unter Beweis stellen.

Das erste Länderspiel seit seinem Rücktritt als Nationaltorhüter habe er sich zwar «ganz normal» am Fernseher angeschaut, dennoch hat ihn das 2:0 gegen Belgien länger beschäftigt als ihm lieb war. «Ich fand es etwas schade, dass die Anstoßzeit so spät war, weil ich eigentlich immer relativ früh ins Bett gehe», erzählte der 61-malige Nationalspieler. Schlaflose Nächte bereitet dem Vize-Europameister das Ende seiner Zeit in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes drei Wochen nach seinem Rücktritt als DFB-Keeper aber nicht. «Das ist halt so. Ich denke, so richtig realisiert man erst, dass man nicht mehr spielt, wenn wieder ein Turnier ist oder ein gutes Qualifikationsspiel kommt. Oder wenn meine Kinder mir sagen: Schade, dass du nicht mehr spielst.»

An seinem zunächst auf eine Spielzeit befristetes Engagement in Stuttgart hat Lehmann nicht zuletzt nach dem gelungenen Auftakt mit dem 3:1-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach Gefallen gefunden. «Ich gehe davon aus, dass es ein tolles Jahr wird», sagte Lehmann. Darüber, ob er danach seine Profi-Karriere beenden wird, habe er sich «noch keine Gedanken gemacht», beteuerte der Routinier, der sich bei dem Stuttgarter Auftaktsieg in glänzender Verfassung präsentiert hatte. «Einerseits weiß ich, dass ich vom Körpergefühl und der Fitness noch länger spielen könnte», sagte Lehmann. «Aber ob ich dann noch Lust habe, weiß ich nicht.»

Geradezu überrascht zeigte sich der «Neu-Schwabe» von dem begeisterten Empfang, den ihm vor allem die Stuttgarter, aber auch die Gladbacher Fans nach seiner jahrelangen Liga-Abstinenz am vergangenen Wochenende bereitet hatten. «Das ist Neuland für mich. Bevor ich gegangen bin, habe ich für Schalke 04 und zuletzt für Borussia Dortmund gespielt. Wenn man da in andere Stadien kommt, wird man ausgepfiffen», sagte Lehmann. In Mönchengladbach sei er hingegen sogar «ein bisschen euphorisch» begrüßt worden. Einen Grund dafür sieht der WM-Dritte von 2006 immer in dem «Sommermärchen» vor zwei Jahren: «Vielleicht assoziieren die Leute mit mir noch ein bisschen diese schönen Gefühle aus dem Sommer 2006.»

Bei aller Freude über die Begeisterung der Fans ist dem europäischen Torhüter des Jahres von 1997 und 2006 aber der abschließende Applaus ohnehin wichtiger. «Es ist schön, wenn man so empfangen wird», betonte Lehmann. «Aber es wäre natürlich noch schöner, wenn ich auch so verabschiedet werden würde.»

dpa

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