Freitag, 22. August 2008 / 15:44 Uhr
Hamburg - Den ersten Titel mit Galatasaray Istanbul muss der neue Coach Michael Skibbe schnell wieder abhaken. Mit einem 2:1-Erfolg gegen Pokalsieger Kayserispor holte der ehemalige Bundesliga-Trainer von Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund den türkischen Supercup.
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Doch für die Vereinsbosse zählt vor dem Saisonauftakt der Süper Lig nur eins: Die Titelverteidigung. «Es können alle sicher sein, dass ich hierhergekommen bin, um große Aufgaben zu erledigen. Die Fans sollen sich auf Erfolge vorbereiten», wurde Skibbe nach seiner Ankunft in der türkischen Sportzeitung «Fanatik» zitiert.
Am 23. August startet sein Team gegen Denizlispor. Wie schon in den vergangenen Jahren erwarten die türkischen Fußball-Fans einen Dreikampf um die Meisterkrone zwischen den Istanbuler Lokalrivalen Galatasaray, Fenerbahce und Besiktas. Um das große Ziel - den 18. Meistertitel - umzusetzen, holte Skibbe namhafte Neuzugänge: Australiens Nationalspieler Harry Kewell und der Italiener Morgan de Sanctis sollen die Offensive beleben. In der Abwehr ist künftig der frühere Stuttgarter Fernando Meira gesetzt. Im Mittelfeld vertraut Skibbe dem deutschen U 21-Nationalspieler Baris Özbek, der sich in der Vorsaison einen Stammplatz erspielte.
Der frühere Schalker Lincoln stand zwischenzeitlich vor dem Ende seiner «Gala»-Zeit. Nun aber attestiert ihm sein Trainer Fortschritte: «Er arbeitet hochprofessionell. Ich sehe ihn auf einem guten Weg», sagte Skibbe dem «kicker». Als Problemzone hat der 43-Jährige nach dem Karriereende von Hakan Sükür den Angriff ausgemacht. Der Druck auf Skibbe ist trotz des Supercup-Siegs nicht geringer geworden - nach einem 2:2 im Hinspiel der Champions-League- Qualifikation gegen Steaua Bukarest bangt er um den Einzug in die Gruppenphase.
Zudem greift Lokalrivale Fenerbahce den Titelverteidiger mit hohen Investitionen an. Der Club aus dem asiatischen Teil der Bosporus-Metropole vertraut auf neue Kräfte aus Spanien: Sowohl der Trainer des Europameisters, Luis Aragones, als auch der Torschützenkönig der Primera Division, Daniel Guiza von Real Mallorca, wechselten zu den Blau-Gelben. Zudem kehrte der türkische Nationalspieler Emre von Newcastle United in seine Heimat zurück. Besiktas verzichtete dagegen auf teure Neuzugänge. «Das Team harmoniert prächtig», sagte Trainer Ertugrul Saglam, der etwa den Ex-Bundesliga-Profi Ugur Inceman holte.
«Auch Trabzonspor hat sich erheblich verstärkt», sagte Skibbe. Ob aber wirklich - wie in der Vorsaison - ein Außenseiter ins Titelrennen eingreifen kann, ist aufgrund der Dominanz der drei Istanbuler Großvereine fraglich. Damals landete Sivasspor punktgleich mit Fenerbahce und Besiktas auf Rang vier.
dpa
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