Sonntag, 24. August 2008 / 13:55 Uhr
Peking - Nach beträchtlichem Ärger um die Olympia-Abstellung des Serben Gojko Kacar muss sich Fußball-Bundesligist Hertha BSC auch noch auf eine verspätete Heimkehr von Solomon Okoronkwo einstellen.
anzeige
Nach der 0:1-Finalniederlage gegen Argentinien in Peking berichtete der 21 Jahre alte Nigerianer von ungewissen Reiseplänen, weil die Silbermedaillen-Gewinner zu einer Feier in ihrem Land erwartet werden. «Ich weiß nicht, wann ich nach Deutschland zurückfliege. Die Mannschaft soll erst einmal zurück nach Nigeria. Der Präsident möchte uns alle sehen», berichtete Okoronkwo. Er müsse deswegen mit Hertha-Manager Dieter Hoeneß reden.
Die Berliner wollen Okoronkwo die Feierlichkeiten nicht verbieten. «Für ihn waren die Olympischen Spiele eine gute Erfahrung, das war gut für Okoronkwo», sagte Hertha-Coach Lucien Favre. Hoeneß hatte schon zuvor in der «B.Z.» erklärte: «Solomon hat sich den Empfang in Nigeria verdient. Danach kommt er zurück - und wir werden alles besprechen.» Okoronkwo erwartet nach seiner Rückkehr mehr Einsatzzeiten in der Bundesliga. Ansonsten denkt er an einen Vereinswechsel, mögliche Interessenten gäbe es bereits. «Ich mag Berlin», betonte Okoronkwo: «Aber es stimmt, ich habe andere Angebote. Mich wollen viele Clubs. Und wenn ich bei Hertha nicht spiele, muss ich mich umschauen.» Für Favre ist in dieser Sache «alles noch offen».
Für den in allen sechs Partien eingesetzten Okoronkwo war die Teilnahme an den Spielen in China ein Erfolg, auch wenn das verlorene Endspiel schmerzte. «Ich wollte Gold und kann mich nicht so recht über Silber freuen», meinte der gegen Argentinien nach 64 Minuten ausgewechselte Angreifer. «Wir waren die bessere Mannschaft und hatten mehr Chancen.» Aus Peking kehrt er zudem angeschlagen zurück: «Ich muss mich jetzt erstmal ausruhen. Ich habe eine Fußverletzung und auch an der Hüfte Schmerzen. Ich fühle mich nicht gut.»
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
"Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich." Aktuelles zur Droge Fussball, spitz und ohne redaktionelle Schranken, aus unserem Fussball Blog
Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Harald Schmidt: Auch in Saudi-Arabien wird Fußball gespielt. Die Königsdisziplin dort heißt Köpfen.
Kommentar schreiben