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Wiedererstarkter FCK zu neuen Ufern

Kaiserslautern ­ Der 1. FC Kaiserslautern strebt in der 2. Bundesliga zu neuen Ufern. Erstes Opfer des wiedererstarkten FCK war der 1. FC Nürnberg, der angesichts der verdienten 1:2-Niederlage nun bereits seine Personalplanung überdenkt.

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Sportdirektor Martin Bader kündigte nach dem erschreckenden Auftritt weitere Aktivitäten auf dem Transfermarkt an, um der desolaten Defensive des Bundesliga-Absteigers nach dem Ausfall von Kapitän Andreas Wolf (Kreuzbandriss) neuen Halt zu geben. Damit kommt Bader nach langem Zögern doch noch der Forderung von FCN- Coach Thomas von Hessen nach. «Auf diesem Niveau darf man nicht spielen», kritisierte der missgelaunte Trainer nach dem Spiel.

1. FC Kaiserslautern - 1. FC Nürnberg

Foto: dpa Bild vergrößern

Kaiserslauterns Florian Dick (l) jubelt mit Dragan Paljic (r) nach seinem Tor zum 1:0.

Dicke Luft also beim «Club», ungewohnte Jubelstimmung dagegen bei den «Roten Teufeln». Gemeinsam mit dem FSV Mainz 05 stürmten die Pfälzer vor knapp 35 000 Zuschauern an die Tabellenspitze. «Bei uns haben Leidenschaft und Engagement, Laufbereitschaft und Einsatz gestimmt», sagte FCK-Trainer Milan Sasic strahlend.

Florian Dick (22.) und Erik Jendrisek (36.) krönten mit ihren Treffern bei einem Gegentor von Isaac Boakye (47.) die Leistung des letztjährigen Abstiegskandidaten. Nach der gelungenen Aufholjagd beim Saisonstart in Mainz mit dem 3:3 nach 0:3-Rückstand setzten die Pfälzer ein zweites Achtungszeichen. «Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit den Gegner total kontrolliert», befand Sasic, der mit Jendrisek und Marcel Ziemer erstmals zwei Angreifer aufgeboten hatte.

Dieses System will er beibehalten: «Wir haben personell jetzt bessere Alternativen und können uns wesentlich gezielter vorbereiten.» Die Pfälzer waren vor allem in der rasanten ersten Halbzeit drückend überlegen. «So wenig hatte ich in der 2. Liga bisher noch nie zu tun», war Torhüter Tobias Sippel verwundert.

Nürnberg kam erst nach dem Wechsel und dem Anschlusstreffer besser in Tritt. Trainer von Heesen war dementsprechend stocksauer: «Ich bin nach dieser desolaten ersten Halbzeit nicht nur enttäuscht, sondern auch erbost, weil wir auf die Lauterer Aggressivität eigentlich vorbereitet waren.» Besonders in die Trainer-Kritik gerieten die Außenverteidiger Mario Breska und Javier Pinola. Beide dürfen sich auf einige deutliche Worte gefasst machen. Von Heesen kündigte auf jeden Fall eine harte Woche an.

dpa

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