Donnerstag, 28. August 2008 / 20:13 Uhr
Hamburg - Der FC Bayern München steht in der Vorrunde der europäischen Champions League vor lösbaren Aufgaben. Bei der Auslosung in Monte Carlo erhielt der deutsche Meister aus München in der Gruppe F Olympique Lyon, Steaua Bukarest und AC Florenz zugewiesen.
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Der französische Serienmeister (2002 bis 2008) ist ein alter und zugleich unangenehmer Champions-League-Kontrahent der Bayern. Auf dem Weg zum Titelgewinn 2001 ging das damalige Bayern-Team um Kapitän Stefan Effenberg in der Zwischenrunde im «Stade Gerland» mit 0:3 unter, es folgte die legendäre Wut-Rede von Franz Beckenbauer («Altherrenfußball»). Beim bislang letzten Aufeinandertreffen erzielte in der Vorrunde 2003 ausgerechnet Giovane Elber das 2:1- Siegtor für Lyon in München. Gefürchtet im Team von Trainer Claude Puel ist der brasilianische Freistoß-Spezialist Juninho, der neue Star ist der 20-jährige französische Nationalstürmer Karim Benzema.
Das einzige Europacup-Duell der Bayern mit dem 23-maligen rumänischen Meister liegt 36 Jahre zurück. 1972 kam das Münchner Star-Ensemble um Franz Beckenbauer im Viertelfinale des Pokalsieger-Wettbewerbs nur dank des Auswärtstores von «Bomber» Gerd Müller beim 1:1 im Hinspiel in Bukarest weiter. Das Rückspiel endete torlos. Steaua setzte sich in der Qualifikation immerhin gegen das von Michael Skibbe trainierte Galatasaray Istanbul durch. Der einstige Armee-Club baut fast durchweg auf einheimische Akteure und wird von Ex-Nationalspieler Marius Lacatus trainiert. Er war 1986 Kapitän der großen Steaua- Mannschaft, die im Finale des Landesmeister-Cups den FC Barcelona in Sevilla im Elfmeterschießen besiegte.
Luca Toni wird sich freuen. Erstmals spielt der italienische Weltmeister in der Champions League - und dann trifft er auch noch gleich auf seinen Ex-Club. Gegen die «Fiorentina» hat der FC Bayern im Europapokal noch nie gespielt. Im Angriff hat sich der Club mit Alberto Gilardino vom AC Mailand verstärkt. Der Rumäne Adrian Mutu ist ein weiterer Ausnahmestürmer. Im Tor steht der Franzose Sebastien Frey, der auch schon mal als Kahn-Nachfolger in München gehandelt worden war. Das Team von Trainer Cesare Prandelli wurde in der Serie A in der vergangenen Saison Vierter. In der Qualifikation setzte es sich recht souverän gegen den Außenseiter Slavia Prag durch.
dpa
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