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Löw holt Pander zurück und begrüßt Jansen-Wechsel

Berlin - «Freistoß-Spezi» Christian Pander steht vor seinem Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

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Der Schalker wurde einen Tag nach seinem 25. Geburtstag von Joachim Löw in das 21-köpfige DFB-Aufgebot berufen, das am 6. September in Liechtenstein und vier Tage später in Finnland in die WM-Qualifikation startet.

Nominiert

Foto: dpa Bild vergrößern

Christian Pander spricht bei einer Pressekonferenz im März.

Dagegen ist offen, ob Kapitän Michael Ballack Löw in den beiden Spielen zur Verfügung steht. Ballacks Club FC Chelsea teilte auf seiner Webseite mit, dass der Mittelfeldspieler seine Fußverletzung noch nicht auskuriert habe und voraussichtlich zwei Wochen ausfallen würde. Wegen der Blessur hatte Ballack bereits im Länderspiel gegen Belgien in der vergangenen Woche gefehlt.

Für Pander endet indes mit der Rückkehr in die Nationalmannschaft ein schwieriges Jahr. «Leider war Christian in den letzten Monaten oft verletzt und gehörte deshalb auch nicht zum EM-Aufgebot. Die Vorbereitung auf die neue Saison hat er jedoch komplett absolviert, daher ist er in einer sehr guten körperlichen Verfassung», begründete der Bundestrainer den Zuschlag für Pander und verwies besonders auf dessen «sehr gute Standards».

Der Linksverteidiger freute sich überschwänglich über seine Nominierung. «Das ist eine wunderschöne Nachricht. Ich wollte wieder zum Kader der Nationalmannschaft stoßen, habe auf dieses Ziel hingearbeitet. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich dabei bin, und schaue, was sich so ergibt», sagte Pander. Körperlich fühle er sich «so gut wie nie», habe keinerlei Wehwehchen. «Ich bin gut drauf.»

Seine beiden bisherigen Länderspiele hatte Pander vor einem Jahr gegen England (2:1) und Wales (2:0) bestritten. Beim Sieg im neuen Londoner Wembley-Stadion im August 2007 war der Schalker sogar Siegtorschütze. Später warf den Hobby-Musiker, der wegen eines Innen- und Kreuzbandrisses schon von April 2005 bis September 2006 pausiert hatte, eine erneute Verletzung zurück. «Wenn er fit und gesund ist, ist er immer ein Kandidat für die Nationalmannschaft», stufte der Bundestrainer den gebürtigen Münsteraner nun als einen heißen Kandidaten für die WM in Südafrika ein.

Löw nominierte für den Qualifikations-Start alle 18 Spieler, die beim 2:0 zum Saison-Auftakt gegen Belgien dabei waren. Dazu kehrt der in Nürnberg fehlende Routinier Torsten Frings wie erwartet zurück. Auf seine Berufung warten muss Tim Borowski. Wegen Verletzung oder Fitness-Defiziten fehlen René Adler, Per Mertesacker, Arne Friedrich und Jermaine Jones. «Ich habe mit beiden ein Gespräch geführt und wir sind uns einig, dass es besser ist, wenn sie die zweiwöchige Bundesligapause für ein intensives Fitness- und Regenerationsprogramm nutzen», begründet der Bundestrainer den Verzicht auf den Schalker Jones und den Berliner Friedrich, obwohl beide bei ihren Clubs schon wieder spielen.

Erstmals als «Hamburger Jung» wird Marcell Jansen zum Treffpunkt der Nationalmannschaft in die Sportschule Oberhaching anreisen. Am Abend des selben Tages steht in München das Abschiedsspiel für Oliver Kahn als «lockerer Aufgalopp» (Löw) auf dem Programm. «Wir freuen uns auf dieses Spaßspiel. Es soll ein schönes Fest werden, bei dem das Ergebnis völlig nebensächlich ist», erklärte der DFB-Chefcoach, der ausdrücklich den Wechsel von Jansen weg von Jürgen Klinsmann und dem FC Bayern begrüßte. «Denn in Hamburg hat er nunmehr die Chance, regelmäßig zu spielen. Es ist ein Schritt, der ihn in seiner Entwicklung sicherlich ein Stück weiter bringt», sagte Löw. Der 28-malige Nationalspieler Jansen hatte bei den Bayern auf der linken Seite nur ganz geringe Chancen auf einen Stammplatz.

Schon vor der offiziellen Nominierung hatte Löw den Hannoveraner Robert Enke als seine derzeitige Nummer 1 bestätigt, Tim Wiese wurde als Torwart Nummer 2 berufen. Der Bremer gehört wie Pander, Serdar Tasci, Marko Marin und Patrick Helmes zu jenen Spielern, die bei der Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich noch nicht dabei waren.

Das Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für die Spiele gegen Liechtenstein und Finnland

Tor: Robert Enke (Hannover 96), Tim Wiese (Werder Bremen)

Abwehr: Clemens Fritz (Werder Bremen), Marcell Jansen (Hamburger SV), Philipp Lahm (Bayern München), Christoph Metzelder (Real Madrid), Christian Pander (FC Schalke 04), Serdar Tasci (VfB Stuttgart), Heiko Westermann (FC Schalke 04)

Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Torsten Frings (Werder Bremen), Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart), Marko Marin (Borussia Mönchengladbach), Simon Rolfes (Bayer Leverkusen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Piotr Trochowski (Hamburger SV)

Angriff: Mario Gomez (VfB Stuttgart), Patrick Helmes (Bayer Leverkusen), Miroslav Klose (Bayern München), Kevin Kuranyi (FC Schalke 04), Lukas Podolski (Bayern München)

dpa

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