Freitag, 29. August 2008 / 13:58 Uhr
Nürnberg - Nach dem erzwungenen Rücktritt von Thomas von Heesen will sich Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg bei der Suche nach einem neuen Trainer nicht unter Zeitdruck setzen lassen. «Wir stehen nicht in akuter Not», sagte Sportdirektor Martin Bader in Nürnberg.
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«So ganz unattraktiv sind wir für neue Trainer nicht.» Allerdings gebe bisher keine Favoriten auf das vakante Traineramt. «Ich habe mich damit noch nicht beschäftigt», betonte Bader. Nach von Heesens Rücktritt wird Co-Trainer Michael Oenning die Franken im Heimspiel gegen Alemannia Aachen betreuen.
Eine Rückkehr des bei den «Club»-Fans hoch im Kurs stehenden Hans Meyer schloss Präsident Michael A. Roth aus. «Hans Meyer hat doch stets betont, nicht in der 2. Liga arbeiten zu wollen», sagte Roth der Nürnberger «Abendzeitung». Meyer war im Februar durch von Heesen ersetzt worden, der aber den Bundesliga-Abstieg der Franken nicht verhindern konnte.
«Wir brauchen jemanden, der sich dem Verein verschreibt, der den Verein als Lebensaufgabe auffasst», beschrieb Bader das Anforderungsprofil an den neuen Coach. Zugleich räumte er ein, von der Entwicklung überrascht worden zu sein. «Die mediale Wucht der letzten Tage hat uns teilweise überrollt. Das war alles sehr, sehr vehement.» Von der Mannschaft erwartet Bader nun eine Trotzreaktion. «Jetzt gibt es für die Jungs kein Alibi mehr.» Oenning bat die Anhänger gegen Aachen um Rückendeckung. «Was wir brauchen, ist die Unterstützung der Fans.»
Interesse am Traineramt bei seinem Ex-Verein bekundete Wolfgang Wolf. «Ich kenne den Verein und noch viele Spieler», sagte Wolf der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nach seinem Aus in Kaiserslautern im Frühjahr 2007 habe er eine Pause gebraucht. «Ich habe mir eine lange Auszeit genommen. Aber nun bin ich wieder frisch.»
dpa
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