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Notizen vom 3. Bundesliga-Spieltag

Hamburg - Kurz vor seinem ersten Einsatz für den HSV bemerkte Marcell Jansen die Nachteile eines Blitztransfers. Nicht immer ist alles rechtzeitig im Koffer. Doch ohne seine Schuhe musste er in Bielefeld trotzdem nicht auflaufen.

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URGESTEIN: Seit 1963 ist Heinz Seyfert bei 1899 Hoffenheim aktiv - zuletzt als Zeugwart und Betreuer. Doch insgeheim loben sie ihn im Kraichgau als die «gute Seele» des Clubs, dessen Aufstieg Seyfert von den Kreisklassen im Raum Sinsheim bis ganz nach oben hautnah miterlebte. Dass es ausgerechnet zum 60. Geburtstag des «Urgesteins» am Samstag mit dem 2:5 in Leverkusen ein unliebsames Geschenk gab, tat der guten Laune des mehr als 200-fachen Hoffenheimer Torschützen von einst hoffentlich keinen Abbruch.

Besohlt

Foto: dpa Bild vergrößern

Marcell Jansen (r) im neuen HSV-Trikot mit «alten» Schuhen.

75 000: Schalke hat am Samstag sein 75 000. Vereinsmitglied geehrt. Jubilarin Karola Rose erhielt vor der Partie gegen Bochum Blumen von Präsident Josef Schnusenberg und wird zu einem Europapokal-Auswärtsspiel eingeladen. Die 55 Jahre alte Sekretärin kommt kurioserweise ausgerechnet aus der Stadt des Erzrivalen - aus Dortmund. Doch für sie ist das kein Problem: «Der Großteil meiner Familie hält zum BVB, aber sie sehen das gelassen», sagte sie. Mit mehr als 75 000 Mitgliedern ist Schalke der zweitgrößte Sportverein in Deutschland nach Bayern München.

SCHUHE: Am Ende ging für Marcell Jansen alles zu schnell. Beim Blitztransfer vom FC Bayern zum HSV vergaß der Nationalspieler seine Fußball-Schuhe. Ein HSV-Angestellter sorgte für Abhilfe: Er begab sich auf den weiten Weg nach München, um die Schuhe rechtzeitig vor dem HSV-Auftritt in Bielefeld abzuholen. «Ich muss jetzt erstmal ein bisschen zur Ruhe kommen und meinen Rhythmus wiederfinden», kommentierte Jansen die Aufregung der vergangenen Tage.

SERIENENDE: Mit dem 2:0-Sieg beim Karlsruher SC hat Christoph Daum nicht nur den ersten Saisonsieg für den 1. FC Köln eingefahren, sondern auch seine Serie von Unentschieden im Wildparkstadion beendet. Mit drei verschiedenen Clubs (1. FC Köln, Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart) kam er dort sage und schreibe neunmal in Folge nicht über ein Remis hinaus. Über das Ende der Serie konnte der Trainer wegen des Zusammenbruchs von Kapitän Ümit Özat dennoch nicht jubeln: «Über den Sieg und die tolle Leistung der Mannschaft kann ich mich erst freuen, wenn Ümit wieder auf dem Platz steht.»

BETONUNG: Die richtige Aussprache und Betonung der Spielernamen ist dem VfL Wolfsburg wichtig. Der Bundesligist hat eine Ausspracheliste seiner zahlreichen ausländischen Spieler veröffentlicht. Vor allem bei den Brasilianern weichen Schreibweise und Aussprache voneinander ab. Torjäger Grafite heißt «Grafitsch», Dauerrenner Josué wird «Tschosue» und Zugang Caiuby wie «Kajubi» ausgesprochen. Der Bosnier Zvjezdan Misimovic verliert auch als «Tswiesdan Misimowitsch» nur wenig von seinem Schrecken für Nachrichtensprecher.

dpa

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