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Keine Krisenstimmung bei Kellerkind Hannover

Stuttgart - Selbst der Absturz in den Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga löst bei Hannover 96 keine Krise aus.

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«Ich bin ruhig, die Leitung ist ruhig - wie immer bei uns im Verein. Das Wort Krise ist immer schnell bei der Hand», sagte Trainer Dieter Hecking nach dem deprimierenden 0:2 (0:2) beim VfB Stuttgart. Auch wenn mit erst einem Punkt und keinem Tor nach drei Partien der klassische Fehlstart perfekt ist, versicherte er: «Wir werden nicht hektisch.» Der Vorstandsvorsitzende Martin Kind stärkte Team und Trainer in dieser kritischen Situation demonstrativ den Rücken: «Die Mannschaft hat unser Vertrauen und Hecking leistet gute Arbeit. Noch bin ich sehr gelassen.»

Fehlstart

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Auch gegen den VfB Stuttgart gaben die Hannoveraner kein gutes Bild ab.

Wie lange die Ruhe bei den mit großen Ambitionen gestarteten Niedersachsen anhält, lässt sich allerdings schwer prognostizieren. Das Heimspiel gegen Aufsteiger Borussia Mönchengladbach dürfte für die erstmals seit dem 5. November 2006 wieder am Tabellenende stehenden 96er schon Schlüsselcharakter haben. «Da wollen wir versuchen, den ersten Dreier zu landen», sagte Jan Schlaudraff, dem die Verunsicherung nach dem nächsten Dämpfer deutlich anzumerken war. «Die Länderspielpause kommt gerade richtig, da können wir uns sammeln.» Mikael Forssell, der für Mike Hanke in die Startelf rückte, hofft auf einen Push durch die WM-Qualifikation. «Wenn wir in der Nationalmannschaft gut spielen, können wir gestärkt an die nächsten Aufgaben mit Hannover herangehen», sagte der finnische Stürmer.

Hecking will die zwei Wochen nutzen, um seinen Schützlingen neues Selbstvertrauen einzuimpfen und die unübersehbaren Defizite im spielerischen Bereich zu beheben. Spätestens bis dahin sollen auch die beiden Personalprobleme gelöst sein. «Ich stehe voll und ganz hinter den Maßnahmen», verteidigte der Coach die Ausmusterung von Szabolcs Huszti und Valerien Ismael vor der Partie bei den Schwaben. Der mit einem Wechsel liebäugelnde Ungar solle «einen klaren Kopf» bekommen. Wenn Huszti von seinem Nationalmannschaftseinsatz am 11. September zurückkehre, gehe es wieder «bei Null» los. «Ich glaube nicht, dass ein Angebot für ihn eingeht», sagte Hecking. Bei Abwehrchef Ismael hoffen die Verantwortlichen, dass der Franzose sein Formtief bald überwunden und zu alter Stärke zurückgefunden hat.

Aber nicht nur Ismael steckt im Tief: Gegen Stuttgart wurde lediglich Robert Enke höheren Ansprüchen gerecht. Die - zumindest vorläufige - neue Nummer 1 der Nationalmannschaft verhinderte mit mehreren Glanztaten vor allem gegen Mario Gomez ein Debakel. Beim 0:1 (18. Minute) durch den VfB-Torjäger und 0:2 (40.) durch Pavel Pardo per Foulelfmeter war Enke dagegen machtlos. «Ich habe Mario gratuliert. Bislang hat er noch nie gegen mich getroffen. Jetzt hat er diesen Fluch gebrochen», sagte der Keeper.

Mit seiner tadellosen Leistung unterstrich Enke eindrucksvoll seine Ansprüche auf die Nachfolge von Jens Lehmann - auch nach der Rückkehr seines derzeit verletzten Konkurrenten René Adler von Bayer Leverkusen. Angesichts der Talfahrt kommt der 31-Jährige allerdings ins Grübeln, ob Hannover die richtige Basis für eine internationale Karriere ist. «Wenn du immer um die Ohren bekommst, dass du nicht international spielst, denkst du irgendwann nach, ob ein Clubwechsel helfen kann», zitierten ihn die «Stuttgarter Nachrichten»:

dpa

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1 Kommentar | Kommentare verstecken

1. Hendrik schrieb am 01.09.2008 um 16:29:24:

Ich glaube nicht, dass Enke wechseln wird. Dafür hat er zu viel dem Verein zu verdanken. Hannover 96 wird wieder hoch kommen. Die ersten drei Spiele der Saison werden doch immer verloren. Also ist es für 96 eigentlich schon "normal" geworden,da unten zu sein und dann wieder hoch zu kommen, nach 10 Spielen.

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