Montag, 1. September 2008 / 13:45 Uhr
Genf - Gegen den ehemaligen Präsidenten des Genfer Fußballclubs Servette FC, Marc Roger, hat ein Prozess begonnen. Dem Franzosen wird vorgeworfen, den früheren Erstligisten während seines Amtsjahres vom Februar 2004 bis Februar 2005 mutwillig in den Konkurs geführt zu haben.
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Roger wird des betrügerischen Konkurses, des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsführung und der Urkundenfälschung bezichtigt. Er sitzt nicht alleine auf der Anklagebank. Mit ihm stehen Olivier Maus, der Ex-Verwalter des Clubs, sowie die französische Anwältin Marguerite Fauconnet vor Gericht.
Die Untersuchung dauerte drei Jahre. Nach einer Freilassung aus der Untersuchungshaft auf Kaution hatte sich Roger aus der Schweiz nach Frankreich abgesetzt und war nicht mehr zu den Terminen mit dem Untersuchungsrichter erschienen. Der Prozess ist bis Ende dieser Woche terminiert.
Die Verteidigung von Roger, die die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurückweist, hatte ursprünglich angekündigt, bis zu 50 Persönlichkeiten aus der Region Genf als Zeugen vorzuladen. Wie das Gericht zum Prozessauftakt erklärte, wollen Rogers Anwälte nun auf die Aussagen der Prominenz aus Sport, Wirtschaft und Politik verzichten. Servette war bis Ende 2004 in der Super League und davor 17 mal Schweizer Meister.
dpa
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