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Entsetzen nach Krawallen in Italien

Rom - Politiker, Fußballer und Trainer haben mit Entsetzen auf die am ersten Spieltag der italienischen Fußball-Liga erneut ausgebrochene Fan-Gewalt reagiert.

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Auf dem Weg zum Spiel gegen den AS Rom hinterließen randalierende Fans des SSC Neapel eine Spur der Verwüstung: Ein zerstörter Zug und 20 beschädigte Stadtbusse in Rom mit einem Gesamtschaden von etwa 500 000 Euro zählten die Sicherheitskräfte. Zudem habe es vier Verletzte gegeben. Fünf vorläufig festgenommene Randalierer stehen vom 1. Oktober an vor Gericht. Das Innenministerium wird den Napoli-Fans die Reise zu den Auswärtsspielen bis auf weiteres verbieten, berichtete die «La Gazzetta dello Sport».

«Dies sind Kriminelle, die den Fußball missbrauchen, um ihre Negativität auszuleben», klagte Neapels Trainer Edy Reja. Auch der Club verurteilte die Ausschreitungen. Italiens Fußballverbands- Präsident Giancarlo Abete forderte ein hartes Vorgehen gegen die Randalierer. «Solche Verbrecher sind nicht der Fußball. Wir wünschen uns, dass sie nicht mehr in Stadien gelassen werden», sagte Abete.

Nach der Tötung eines Polizisten bei Ausschreitungen am Rande eines Serie A-Spiels in Catania hatte die Regierung in Rom die Gesetze deutlich verschärft. Die Stadien wurden mit zusätzlichen Sicherheitsausstattungen versehen. Für als riskant eingestufte Auswärtsspiele kann das Innenministerium Mitreise-Verbote für die Fans des Auswärts-Teams verhängen. Vor dem ersten Spieltag der neuen Saison hatte Rom darauf verzichtet, jedoch bereits im Vorfeld für den Fall von Ausschreitungen eine «Null-Toleranz»-Politik angekündigt.

dpa

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