Dienstag, 2. September 2008 / 13:38 Uhr
Berlin - Der Mann passt eigentlich nicht so recht ins bisherige «Beute-Schema» von Hertha-Trainer Lucien Favre, dennoch soll Last-Minute-Neuzugang Andrej Woronin sofort zum neuen Leitwolf der Berliner werden.
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In einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach dem schmerzenden 1:4-Rückschlag beim FC Bayern hatte der Fußball- Bundesligist kurz vor Ablauf der Transfer-Frist den ukrainischen Nationalspieler vom englischen Rekordmeister FC Liverpool in die deutsche Hauptstadt gelockt. «Er kennt die Bundesliga, spricht deutsch und kann verschiedene taktische Systeme spielen», hob Hertha-Manager Dieter Hoeneß die Vorzüge Woronins heraus.
In Deutschland hatte der Stürmer schon für Mönchengladbach, Mainz und Köln gespielt. Für Bayer Leverkusen traf er von 2004 bis 2007 in 92 Spielen immerhin 32 Mal ins Schwarze. Nun kommt Woronin zunächst für ein Jahr auf Leihbasis zurück in die Bundesliga. Hertha BSC muss nach übereinstimmenden Medienberichten «nur» das Gehalt des 54-fachen Nationalspielers und WM-Teilnehmers übernehmen. «Damit haben wir in unserem jungen Team noch einen erfahrenen Angreifer», zeigte sich auch Chefcoach Favre zufrieden.
Der Schweizer Fußball-Lehrer hatte bisher fast ausschließlich hoffnungsvolle Talente zu Hertha gelotst, die erst in den kommenden Jahren Titelreife erlangen sollen. Insgesamt holte die «alte Dame» für die neue Saison sieben Profis, integrierte dazu vier Jung-Talente aus dem eigenen Nachwuchs ins Profiteam. Beim letzten Deal aber entschieden sich Favre und Hoeneß für die Erfahrung von fast 200 Spielen in der 1. und 2. Bundesliga sowie nahezu 30 Partien in der Premier League. In der erfolgreichen Champions-League-Qualifikation der «Reds» gegen Standard Lüttich wurde Woronin nicht eingesetzt, der Ukrainer kann damit für Hertha auch im UEFA-Pokal spielen.
«Andrej hat bewiesen, dass er unter Druck Leistung bringen kann», betonte Hoeneß. Die weit jüngeren Kandidaten Felipe Caicedo von Manchester City und Alexandru Curtean vom rumänischen Erstligisten Gaz Metan Medias schickten die Berliner wieder nach Hause. Der 19- Jährige aus Ecuador und der 21 Jahre alte Rumäne waren kurz vor Toresschluss auch noch auf die Transferliste gekommen.
Nachdem die Wunschkandidaten Thiago Neves, der zum Liga-Kontrahenten Hamburger SV wechselte, und Dario Conca, den Fluminense Rio de Janeiro nicht freigab, für Hertha nicht zu haben waren, freuen sich die Verantwortlichen nun auf Woronin. Der Neue wird aber erst nach den WM-Qualifikationsspielen der Ukraine gegen Weißrussland und in Kasachstan in Berlin erwartet.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Harald Schmidt: Auch in Saudi-Arabien wird Fußball gespielt. Die Königsdisziplin dort heißt Köpfen.
1. Puyol schrieb am 02.09.2008 um 14:06:53:
Voronin ist zweifellos einguter Stürmer, aber Hertha hat doch twei gute Stürmer. Ich glaube kaum dass Favre es sich leisten kann Pantelic oder Raffael auf die Bank zu setzten.
2. Der Pate schrieb am 02.09.2008 um 15:28:13:
Hmm, ja in der Tat. Raffael hat die letzten Spiele eigentlich sehr gut gespielt und Pantelic ist ja quasi *unantastbar* was seine Aufstellung betrifft. Bin mal gespannt was sich so ergibt...
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