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Rom für drastische Maßnahmen gegen Fan-Gewalt

Rom - Die italienische Regierung hat nach den Fan-Ausschreitungen am ersten Spieltag der Serie A drakonische Maßnahmen gegen die Fan-Gewalt im italienischen Fußball angekündigt.

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«Wir werden drastische Entscheidungen treffen und den Fans einiger Clubs die Reise zu Auswärtsspielen generell verbieten», sagte Innenminister Roberto Maroni vor der Sondersitzung der Sicherheitskommission in Rom.

Geschockt

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Verbandspräsident Giancarlo Abete hat kein Verständnis für die Gewalttäter.

Italiens Verbands-Präsident Giancarlo Abete bezeichnete die Randalierer als «Verbrecher» und forderte harte Strafen für die Täter. Gleichzeitig bat er am Dienstag jedoch darum, nicht die Clubs durch Spiele vor leeren Rängen zu bestrafen. Die echten Fans und die Clubs seien die Opfer der Gewalt und dürften nicht für die Taten einzelner Krimineller bestraft werden.

Auch Nationaltrainer Marcello Lippi verurteilte den Gewaltausbruch. «Es war richtig, den Fans einen Vertrauensvorschuss zu geben und für den ersten Spieltag keine Mitreiseverbote zu verhängen», meinte Lippi. Die Fans aber hätten dieses Vertrauen missbraucht. «Jetzt werden sie dafür bezahlen», sagte Lippi.

Rund 2000 gewaltbereite Fans des SSC Neapel hatten am 31. August auf dem Weg zum Auswärtsspiel beim AS Rom einen Zug gekapert und demoliert. Außerdem beschädigten sie 20 Linienbusse in Rom. Der Gesamtschaden belief sich auf eine halbe Million Euro. Bei Zusammenstößen mit Bahnangestellten und Polizisten wurden vier Personen verletzt. Fünf Randalierer wurden vorläufig festgenommen. Sie müssen sich ab dem 1. Oktober vor Gericht verantworten.

Dass die Gewalttäter wieder frei gelassen wurden, erregte den Widerspruch. «Dies gibt den Fans das Signal, dass ihre Straftaten ungesühnt bleiben», sagte Polizeigewerkschafts-Sekretär Enzo Marco Letizia und schlug «die Einrichtung von Arbeitslagern für gefährliche Personen» vor.

dpa

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