Dienstag, 2. September 2008 / 21:03 Uhr
London - Newcastle United hat eine Entlassung von Trainer Kevin Keegan dementiert. In einer knappen Stellungnahme trat der englische Premier-League-Club damit britischen Medienberichten entgegen, wonach sich der Verein nach nur sieben Monaten von Keegan getrennt habe.
anzeige
«Wir möchten betonen, dass Kevin für uns sehr wichtig ist, heute und in der Zukunft. Newcastle United schätzt das Engagement, dass Kevin seit seiner Rückkehr gezeigt hat und möchte, dass er weiter eine wichtige Rolle als Trainer des Clubs spielt», hieß es in der knappen Stellungnahme, die der Verein auf seiner Website veröffentlichte. Zuvor hatten britische Medien übereinstimmen berichtet, Keegan sei nicht mehr «Magpies»-Coach.
Der 57 Jahre alte Trainer war mit der Vereinsführung abermals über die Transferpolitik in Streit geraten. Schon länger galt Keegan als unzufrieden darüber, dass das Management um Club-Eigentümer Mike Ashley ihm nur begrenzte Mitspracherechte bei Spielerein- und -verkäufen einräumte. In der Stellungnahme des Vereins wurden Treffen zwischen Keegan und dem Newcastle-Vorstand bestätigt. «Kevin hat eine Menge Themen angesprochen, die mit ihm diskutiert wurden», hieß es. Das Training am Dienstag fand ohne Keegan statt.
Der frühere Nationalspieler und -Trainer, HSV-Profi und Erfolgscoach war erst Mitte Januar zu Newcastle zurückgekehrt und als Heilsbringer gefeiert worden. Der von den Anhängern als «King Kev» verehrte Coach trainierte den Club bereits zwischen 1992 und 1997. Trotz einer 0:3-Niederlage gegen den FC Arsenal war Keegans Elf mit einem Unentschieden gegen Meister Manchester United und einem Sieg über die Bolton Wanderers verhältnismäßig gut in die neue Saison gestartet und belegt derzeit Rang 11.
Wütende Fans versammelten sich am Abend am Stadion St. James' Park und protestierten lautstark gegen eine Trennung von Keegan. Als mögliche Nachfolger wurden in britischen Medien bereits Dennis Wise, der beim Verein bereits für Spielertransfers verantwortlich ist, und der frühere Newcastle- und England-Stürmer Alan Shearer gehandelt, der derzeit hauptsächlich als Fußball-Kommentator tätig ist.
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
"Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich." Aktuelles zur Droge Fussball, spitz und ohne redaktionelle Schranken, aus unserem Fussball Blog
Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Harald Schmidt: Auch in Saudi-Arabien wird Fußball gespielt. Die Königsdisziplin dort heißt Köpfen.
Kommentar schreiben