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Polen: Schärfere Gesetze gegen Hooligans geplant

Warschau - Als Austragungsland der Fußball-EM 2012 will Polen mit verstärktem Polizeieinsatz und schärferen Gesetzen das Sicherheitsproblem in den Stadien in den Griff bekommen.

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Am 2. September wurden 741 Hooligans vor einem Fußballspiel in Warschau festgenommen, bestätigte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur dpa in Warschau. Die Polizei sprach von der größten Aktion gegen randalierende Fußball-Fans seit Jahren. Zunächst war von rund 300 Festgenommenen die Rede.

Eingekesselt

Foto: dpa Bild vergrößern

Die Polizei hat in Warschau eine große Gruppe Hooligans umringt.

Die aggressiven Jugendlichen hatten Sicherheitskräfte, die sie zum Pokal-Duell der beiden Warschauer Erstligisten Legia und Polonia eskortierten, mit Steinen und Knallkörpern beworfen. Ein Polizeiwagen und mehrere private Autos wurden dabei zerstört. Auch Häuser wurden beschädigt. Drei Hooligans erlitten Verletzungen.

Polens Innenminister Grzegorz Schetyna nannte die Randalierer «Banditen». Sie sollten vom Fußball isoliert werden, forderte er. Schetyna kündigte eine Verschärfung der Gesetze an, um die Stadien «sicher zu machen». Polen will sich unter anderem dafür einsetzen, dass ein in einem der 27 Mitgliedsstaaten verhängtes Stadionverbot in der gesamten Europäischen Union gilt.

Den Randalierern drohen Haftstrafen von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Das Spiel der beiden Warschauer Stadtrivalen verlief ohne Zwischenfälle. Polen ist zusammen mit der Ukraine Gastgeber für die Fußball-Europameisterschaft 2012.

dpa

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