Freitag, 5. September 2008 / 12:14 Uhr
London - Sehr bedrohlich sieht Englands Gegner nicht aus: Das kleine Andorra, Nummer 168 der Fußball-Weltrangliste, verlor beim Versuch, sich für die EM 2008 zu qualifizieren, alle zwölf Spiele und kassierte 42 Tore.
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Dennoch reist die englische Fußball- Nationalmannschaft mit leicht gemischten Gefühlen nach Barcelona, wo der EM-Zuschauer gegen den Zwergstaat den Auftakt zur WM- Qualifikation für Südafrika 2010 bestreitet, der gleichzeitig der erste Härtetest für den neuen Nationalcoach Fabio Capello ist.
Im März 2007 während der verkorksten EM-Qualifikation unter Trainer Steve McClaren, kam es am gleichen Ort fast zum Eklat, als es zur Halbzeit nur 0:0 stand und wütende England-Fans ihre Elf mit übelsten Schimpf-Tiraden überzogen. Dank Liverpool-Kapitän Steven Gerrard, der zwei Mal traf, bezwang das Fußball-Mutterland den Fußball-Winzling am Ende dann doch noch mit 3:0.
«An den nächsten Spielen werden wir gemessen», betonte Mittelfeldspieler Gareth Barry (Aston Villa), auf dem gegen Andorra und vier Tage später gegen Kroatien nach den Ausfällen von Gerrard (Leistenoperation) und Ex-Bayern-Profi Owen Hargreaves (Manchester United/Knieprobleme) mehr Verantwortung lasten dürfte als gewöhnlich. Denn auch Mittelfeldstratege Frank Lampard vom Ballack-Club FC Chelsea ist angeschlagen.
Niemand hätte einen Stammplatz sicher, warnte Capello, der für den WM-Qualifikations-Auftakt Englands erfahrendsten Nationalstürmer Michael Owen (Newcastle United) wegen mangelnder Fitness aus dem Kader strich. Die Ankündigung zeugte aber eher davon, dass der italienische «Löwenbändiger» nach wenig überzeugenden Testspielen «seine» England-Elf längst nicht gefunden hat. Die Mittelfeldabsagen dürften Routinier David Beckham (Los Angeles Galaxy) zu seinem 104. Einsatz im England-Dress verhelfen.
Obwohl Andorras Abwehrchef Oscar Sonejee, im normalen Leben Versicherungskaufmann, den «Three Lions» für Samstag in der Boulevardzeitung «Sun» einen heißen Tanz versprach, wartet die wahre Herausforderung kommenden Mittwoch in Zagreb. Dort hat England die Chance zur Bewährung und Revanche. Immerhin waren es die munter angreifenden Kroaten, die den «Three Lions» im entscheidenen EM- Qualifikationsspiel im Herbst im Wembley-Stadion eine 2:3-Niederlage beibrachten und England in die jüngste Krise stürzten.
Über den Druck, der auf ihm lastet, machte sich Capello keine Illusionen. «Wenn Du gewinnst, bist Du der Größte, wenn Du verliert, bis du ein Dummkopf. Ich kenne die Situation», sagte der frühere AC Mailand- und Real-Madrid-Coach. Nur dass England nicht schon wieder dumm dastehen will.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Jürgen Wegmann: Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.
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