Montag, 8. September 2008 / 13:11 Uhr
Hamburg - Fußball-Experte Günter Netzer traut dem Hamburger SV in dieser Bundesliga-Saison Großes zu.
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«Der schlafende Riese kann in dieser Saison erwachen», sagte der frühere HSV-Manager der «Bild»-Zeitung. Dafür müsse die Mannschaft aber «konstant am oberen Limit spielen». Netzer lobte die Neuzugänge Mladen Petric, Marcell Jansen und die Brasilianer Alex Silva und Thiago Neves. «Hier ist etwas im Begriff zu wachsen», meinte der ARD-Co-Kommentator.
HSV-Vorsitzender Bernd Hoffmann sieht den HSV jedoch nicht als Konkurrent von Rekordmeister Bayern München im Kampf um den Titel. «Wir wollen um die internationalen Plätze mitmischen», sagte der HSV-Chef dem Sportmagazin «kicker». «Wir haben uns zur Nummer vier in der Liga entwickelt. Bayern ist weit vorn, es folgen Bremen und Schalke. Die wollen wir einholen in den nächsten fünf Jahren.»
Hoffmann wehrte sich gegen die Aussage, der HSV habe von allen Bundesligisten das meiste Geld in neue Spieler für die laufende Saison investiert. «Wir haben nicht mehr ausgegeben als Hannover oder Frankfurt», sagte der HSV-Chef. «Für uns ist wichtig, dass wir das Geld, das wir eingenommen haben, eins zu eins wieder in die Elf investiert haben. Und gleichzeitig haben wir unser Gehaltsgefüge nicht erhöht.» Allein die Transfers von Rafael van der Vaart zu Real Madrid und Vincent Kompany zu Manchester City brachten dem Verein etwa 23 Millionen Euro ein. Rund 28 Millionen Euro hat der HSV für neue Spieler ausgegeben. Hoffmann: «Wir haben keinen Euro Bankschulden, was Transfers betrifft.»
dpa
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