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Löw: «Ich bin mit dem einen Punkt zufrieden»

Helsinki - Das 3:3 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Finnland wirft trotz einer starken Moral Fragen auf. Bundestrainer Joachim Löw ist mit dem Punktgewinn zufrieden.

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Wie ist das Unentschieden in Finnland zu beurteilen?

Nervenaufreibend

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Bundestrainer Joachim Löw zeigt in Finnland viel Einsatz.

«Ich habe ein enorm offensives Spiel gesehen, ein Spiel mit ungeheurer Wucht. Wir haben dagegengehalten, deshalb Kompliment an beide Mannschaften für dieses Spiel. Es ist logisch, dass einige Fehler passiert sind. Aber wir haben immer eine gute Moral gehabt. Wir haben uns nie von einem Rückstand aus dem Rhythmus bringen lassen. Wir haben weiter nach vorne gespielt, haben den Gegner hinten reingedrückt. Ich bin absolut zufrieden.»

Die Abwehr hat große Schwächen gezeigt. Kann man mit dieser Formation in der Innenverteidigung in der WM-Qualifikation bestehen?

«Logischerweise haben wir in der Defensive auch Fehler gemacht. Die Zuordnung bei Flanken war in manchen Situationen nicht ideal. Aber beide Spieler sind relativ jung, unerfahren. Aber ich habe absolutes Vertrauen. Beide haben wahnsinnige Qualitäten. An der Abstimmung müssen wir schon noch arbeiten. Ich sehe für beide Innenverteidiger eine Perspektive.»

Und Miroslav Klose hat mit seinem Dreierpack alle Kritiker widerlegt.

«Ich hatte immer Vertrauen in Miroslav Klose. Das habe ich auch vor dem Spiel gesagt. Er hat drei Tore erzielt, da freuen wir uns natürlich ganz besonders. Vertrauen zahlt sich häufig aus im Leben.»

Kann sich Torwart Robert Enke trotz drei Gegentoren als Nummer 1 fühlen?

«Gegen Liechtenstein war das zu Null klar, denn Liechtenstein hatte wenige Möglichkeiten. Auch heute hat er sehr gut gehalten. Was zu erledigen war, hat er erledigt. Jetzt hat er drei Tore kassiert, war aber schuldlos. Man kann ihm keinen Vorwurf machen.»

Haben Sie auf dem Weg zur WM einen Punkt gewonnen oder zwei verloren?

Löw: «Ich habe nicht ohne Grund vor den Finnen gewarnt. Sie haben eine sehr, sehr gute Mannschaft. Sie sind enorm kampfstark zu Hause. Logischerweise war die Ansage, dass wir in dieses Spiel gehen, um dieses Spiel zu gewinnen. Ich bin mit dem einen Punkt zufrieden. Es ist ein gewonnener Punkt, weil wir dreimal einem Rückstand nachgelaufen sind. Das Spiel war nicht lasch oder behäbig, sondern hatte unglaubliches Tempo, rassig, hoch und runter. Es war zwar nervenaufreibend, aber gut anzusehen.»

Mit welcher Maßgabe gehen Sie jetzt in das Heimspiel gegen Russland?

«Gegen Russland streben wir einen Sieg an. Ob es uns gelingt, muss man sehen. Wir können aus einer Position der Stärke heraus mit vier Punkten agieren und werden uns gut vorbereiten. Ich hoffe, dass im Oktober alle Spieler zur Verfügung stehen, die wir dann brauchen für dieses schwere Spiel.»

Aufgezeichnet von Arne Richter, dpa

dpa

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