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Aserbaidschan-Coach Vogts trotz 0:0 optimistisch

Baku - Nach der Nullnummer gegen Fußball-Zwerg Liechtenstein nahm Berti Vogts seine junge Mannschaft in Schutz - die geballte Ladung Kritik bekamen die Medien ab.

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«Ich bin Realist, kein Träumer. Alles braucht seine Zeit. Wir können nicht über Nacht auf den Mond kommen», sagte der Fußball-Nationaltrainer Aserbaidschans in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Mit dem Verband ziehe er an einem Strang, versicherte der ehemalige Bundestrainer, doch die Presse treibe ihn zur Weißglut. «Die Journalisten in diesem Land haben absolut keine Ahnung. Die wollen, dass wir jetzt schon für die WM 2010 in Südafrika Quartier machen», meinte Vogts am Tag nach dem 0:0 noch immer völlig aufgebracht.

Zuversichtlich

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Berti Vogts ist trotz des torlosen Spiels nicht ernüchtert.

Vier Tage nach der unglücklichen 0:1-Auftaktniederlage in der WM- Qualifikation gegen Wales hatte Außenseiter Aserbaidschan den ersten Sieg vor Augen, doch die Stürmer trafen nicht. «Schon zur Halbzeit hätte es 3:0 oder 4:0 stehen müssen. Wir hatten in den ersten 60 Minuten fünf oder sechs klare Torchancen», meinte Vogts, der erneut mit vielen unerfahrenen Spielern - sechs aus der U21-Auswahl - auskommen musste. «Der Druck war enorm. Das war das Beste, was wir hatten», beteuerte der 61-Jährige. Nicht ganz. Der Beste steht Vogts erst wieder am 11. Oktober in Finnland zur Verfügung: Mit Gelb-Rot war der eingebürgerte Brasilianer Fabio Luis Ramim in Cardiff vom Platz geflogen und gegen Liechtenstein gesperrt.

Vom Verband brauche er nach dem zweiten sieglosen Spiel «keine Signale», meinte Vogts. «Wir gehen diesen Weg jetzt zusammen, und die Mannschaft zieht gut mit. Fertig. Aus.» Ganz so einfach ist die Situation in der schweren WM-Qualifikationsgruppe 4 allerdings nicht. «Ich fange wieder bei Null an, wenn ich zur Mannschaft zurückkomme.» Mit Verstärkungen könne er für das Finnland-Spiel nicht rechnen. «Wir drehen uns im Kreis», beklagte der Weltmeister von 1974. Vor zwölf Jahren feierte Vogts mit dem Gewinn des EM-Titels für die DFB-Elf seinen größten Erfolg als Trainer.

Vom aserbaidschanischen Verband bekommt der deutsche Coach zwar alle Freiheiten - allerdings auch Nationalspieler ohne Spielpraxis. «Mehr als eine Hand voll Spieler und Torhüter werden in der Liga überhaupt nicht eingesetzt», meinte Vogts. 14 Mannschaften vereint die höchste Fußball-Liga Aserbaidschans, in einigen kicken nur Ausländer, einheimische Talente schmoren auf der Bank. Doch auch mit seiner «Teenager»-Elf will Vogts nicht nur Punktelieferant sein. «Dem einen oder anderen wollen wir zu Hause noch Schwierigkeiten machen», kündigte er an. Am 12. August 2009 kommt Deutschland.

dpa

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