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Top-Duell im Revier - 150 000 Karten-Wünsche

Düsseldorf - Der Unterhaltungswert steigt, der vierte Spieltag der Fußball-Bundesliga hat es in sich. Allein für das Top-Duell im Kampf um die Tabellenführung zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 lagen 150 000 Karten-Wünsche vor.

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50 000 Fans freuen sich in Köln auf die Rückkehr des «verlorenen Sohnes» Lukas Podolski, dem beim Gastspiel von Meister Bayern München aber nur die ungeliebte Rolle des Reservisten bleibt. 26 300 Zuschauer werden in Mannheim das erste badisch-württembergische Derby zwischen 1899 Hoffenheim und dem VfB Stuttgart verfolgen.

Erinnerungen

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Der Schalker Fabian Ernst (l) erzielt im Februar das Sieg-Tor gegen Dortmund.

Das Derby zwischen dem Tabellendritten Dortmund und Spitzenreiter Schalke bewegt die Massen: 80 552 Schwarz-Gelbe und Königsblaue werden, so jedenfalls BVB-Chefcoach Jürgen Klopp, «kein normales Fußballspiel» erleben. Erstmals seit 29 Jahren ist die 132. nachbarschaftliche Auseinandersetzung wieder ein Gipfeltreffen, in dem drei Schalker vor ihrer Liga-Premiere stehen: Die Neuzugänge Jefferson Farfan und Orlando Engelaar sowie Nachwuchs-Keeper Ralf Fährmann sollen ausgerechnet beim BVB debütieren.

Brisante Konstellationen bieten auch die Partien Hoffenheim - Stuttgart und Köln - München. Für 1899-Trainer Ralf Rangnick ist es eine Begegnung mit der Vergangenheit: Von 1999 bis 2001 war er VfB- Chefcoach. «Wir wollen gewinnen und mit drei Punkten dafür sorgen, dass wir von einem hervorragenden Saisonstart sprechen können», lautet Rangnicks Prämisse, nachdem seine Elf mit dem 2:5 in Leverkusen die erste Bruchlandung erlebte. Rangnicks Respekt ist groß: «Stuttgart ist uns um 40 Jahre voraus, was die Nachwuchsförderung und die Erfolge angeht.»

Ähnliche Voraussetzungen herrschen zwischen Kölns Trainer Christoph Daum und seinem Münchner Widerpart Jürgen Klinsmann. Der 54-jährige Daum ist einer der erfolgreichsten Lehrmeister des europäischen Fußballs, der zehn Jahre jüngere Klinsmann sieht sich in seinem ersten Jahr als starker Mann der Bayern in der Beweispflicht, einen Club erfolgreich betreuen zu können. Die Momentaufnahme von fünf Zählern aus den ersten drei Auftritten ist für den ehemaligen Münchner Profi Paul Breitner «sicherlich nicht das, was der Fußballfan vom FC Bayern erwartet, nämlich neun Punkte aus drei Spielen». Die Statistik spricht für die Gäste: Letztmals gewann Köln ein Erstliga-Heimspiel gegen die Bayern am 1. April 1995 (3:1).

Andere Hochgelobte sind schlechter dran als der Titelverteidiger. Bei Champions-League-Starter Werder Bremen ist die Verunsicherung vor dem Spiel gegen die gleichfalls sieg- und noch immer torlose Mannschaft von Energie Cottbus groß. «Taten folgen lassen», fordert Werder-Trainer Thomas Schaaf. Auch Marcel Koller (VfL Bochum) und Michael Frontzeck (Arminia Bielefeld) sehnen im direkten Aufeinandertreffen den ersten «Dreier» herbei. Den gleichen Druck hat Hannovers Dieter Hecking: Seine 96er sind vor dem Duell mit Borussia Mönchengladbach als Tabellenletzter noch ohne Sieg und Tor.

Völlig konträr stellt sich die Lage für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen dar. Der HSV ist punktgleich mit Schalke und Dortmund Zweiter, Leverkusen Vierter. Die Offensiv-Abteilungen sind derzeit die besten der Liga: Martin Jols Hanseaten trafen bislang achtmal, Bruno Labbadias Werkself erzielte schon neun Treffer. «Der HSV ist für mich ein Titel-Anwärter, aber wir fahren dorthin, um zu gewinnen», sagte Labbadia, der wieder auf Nationalkeeper René Adler zurückgreifen kann.

Hertha BSC setzt gegen den VfL Wolfsburg auf Andrej Woronin: Der ukrainische Stürmer, Leihgabe aus Liverpool, kehrt auf die Bundesliga-Bühne zurück und soll gegen Felix Magaths «Wölfe» im Hertha-Dress debütieren, obwohl er erst am Donnerstagabend in der Hauptstadt eintraf. «Er ist ein Plus für uns. Er hat Power und kann überall spielen», lobte Trainer Lucien Favre den Neuzugang. «So viele Tore wie möglich» will Woronin erzielen. Und gegen den VfL unbedingt dabei sein: «Wenn ich spiele, egal wie lange, will ich alles geben.»

dpa

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