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Charaktertest für Schalke im UEFA-Cup

Nikosia/Zypern - «Wo die Götter Urlaub machen» müssen die «Knappen» ungeliebte Zusatzschichten schieben - für die Fußball-Profis des FC Schalke 04 wird der Trip auf die sonnige Mittelmeer-Insel Zypern zum Charaktertest.

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«Wir haben es in Madrid mit dem Verpassen der Champions League selbst verbockt. Jetzt müssen wir es eben hinnehmen, im UEFA-Cup zu spielen, und alles daran setzen, so weit wie möglich zu kommen», sagte Gerald Asamoah vor dem Erstrunden-Hinspiel bei Apoel Nikosia. «Wenn wir am Ende den Pott holen, ist es doch auch gut.»

Charakterkopf

Foto: dpa Bild vergrößern

Gerald Asamoah freut sich auf den UEFA-Cup.

Obwohl sie sich mit dem zweitrangigen europäischen Wettbewerb erst wieder anfreunden müssen, haben sich die Profis aus Gelsenkirchen fest vorgenommen, verlorenes Renommee zurückzuerobern. «Unser Ziel ist, im Hinspiel so viele Tore zu schießen, dass wir zu Hause leichtes Spiel haben», betonte Asamoah. Auch Ivan Rakitic, der beim 3:3 im Bundesliga-Derby bei Borussia Dortmund 90 Minuten auf der Bank schmorte, richtete seinen Blick nach vorn: «Es bringt doch nichts, der Champions League nachzutrauern. Jetzt wollen wir gegen Nikosia die Gruppenphase des UEFA-Pokals erreichen.»

Kevin Kuranyi ist es nach dem kuriosen Spiel beim BVB ganz recht, dass schon wieder eine Bewährungsprobe ansteht. «Wir müssen die Partie in Dortmund schnell abhaken und daraus lernen, damit so etwas nicht noch mal passiert», betonte der Stürmer, der bereits nach fast vierstündigem Flug mit 22 Kollegen auf Zypern landete. Doch ausgerechnet hinter dem Einsatz des Nationalspielers steht wegen einer Oberschenkelverletzung ein Fragezeichen. Das Abschlusstraining auf einem Nebenplatz des GSP-Stadions musste Kuranyi auslassen. Ob er spielt, entscheidet sich kurzfristig.

Trainer Fred Rutten sieht den UEFA-Cup in jedem Fall nicht als Pokal der Verlierer an. «Wenn man die Möglichkeit hat, dort zu spielen, kann man doch nicht sagen, ich möchte das nicht. Wir sind Sportler, und die Mannschaft ist sehr ehrgeizig», sagte der Niederländer, der Respekt vor Nikosia einfordert. «Wenn man ihnen Raum gibt, können sie jederzeit ein Tor machen.»

Seine Elf muss Rutten beim 19-maligen zyprischen Meister und Pokalsieger nicht nur wegen des drohendes Ausfalls von Kuranyi erneut umstellen. Da die Torhüter Manuel Neuer (Mittelfußbruch) und Mathias Schober (Muskelfaserriss) nicht zur Verfügung stehen, rückt - wie schon in Dortmund - der 19-jährige Ralf Fährmann zwischen die Pfosten. Christian Pander (Rot-Sperre), Fabian Ernst und Jermaine Jones (beide Gelb-Sperre) traten die Reise gar nicht erst an.

Immerhin ist Neuzugang Orlando Engelaar nach seiner schweren Knieverletzung und einem erfolgreichen Belastungstest im Schalker Regionalligateam wieder einsatzbereit. Der Niederländer dürfte nach fünf Wochen sein Comeback im Mittelfeld feiern. «Ich habe zwar noch leichte Schmerzen beim Schießen. Aber es ist nicht so schlimm, dass ich nicht spielen könnte», sagte Engelaar.

Einen Fehltritt beim krassen Außenseiter Nikosia kann sich der Champions-League-Viertelfinalist des Vorjahres nicht leisten. Schalke-Manager Andreas Müller, der wegen einer Entzündung seiner verletzten Schulter nicht mitreiste, stellte schon vorher klar: «Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie die Hürde in Nikosia nimmt.»

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Apoel Nikosia: Morfis - Poursaetides, Christou, Broerse, Haxhi - Kosowski, Michael, Nuno Morais, Helio Pinto - Charalambides - Zewlakow

FC Schalke 04: Fährmann - Rafinha, Höwedes, Bordon, Krstajic - Westermann, Engelaar, Kobiaschwili - Farfan, Kuranyi, Rakitic

Schiedsrichter: Malek (Polen)

dpa

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