Samstag, 20. September 2008 / 12:38 Uhr
Hamburg - Im Duell zweier UEFA-Cup-Teilnehmer haben sich der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV hohe Ziele gestellt.
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In der mit 30 000 Zuschauern ausverkauften Volkswagen Arena will der Gastgeber seine stolze Serie von elf Pflichtspielen ohne Niederlage ausbauen und den mach dem vierten Spieltag auf Platz eins rangierenden Nord-Rivalen vom Bundesliga- Thron stürzen. Die Mannschaft von Trainer Martin Jol brennt darauf, den schwachen Eindruck vom 0:0 im UEFA-Pokal gegen Unirea Urziceni vergessen zu machen.
Ob Trainer Jol seinem umformierten Team in Wolfsburg erneut das Vertrauen schenken wird, ist offen. Die Neueinkäufe Marcell Jansen auf der linken Abwehrseite und der Brasilianer Alex Silva bei seinem Debüt in der Innenverteidigung patzten gegen die Rumänen des öfteren. «Jansen braucht wohl noch ein bisschen länger zur Regeneration», sagte Jol. Man müsse den Neuen etwas Zeit gönnen.
Das hat auch Sportchef Dietmar Beiersdorf gesehen. Den Druck kann er von den Last-Minute-Einkäufen aber auch nicht nehmen. «Wir wollen in der Liga da weitermachen, wo wir aufgehört haben», gab Beiersdorfer für das Derby in der VW-Stadt vor, in der der HSV in elf Anläufen lediglich zweimal gewinnen konnte.
Das nimmt auch VfL-Trainer Felix Magath gegen seinen ehemaligen Club als gutes Omen mit. «Am Sonntag kommt einer der Favoriten auf die deutsche Meisterschaft. Wenn man sieht, wen der HSV verpflichtet hat und wie die Hamburger die ersten Spiele bestritten haben, dann ist das schon beeindruckend», lobte Magath.
Die Hausherren bangen um den Einsatz von Stürmer Edin Dzeko. Der bosnische Nationalspieler hat sich im UEFA-Cup-Spiel gegen Rapid Bukarest (1:0) bei einem Zusammenprall mit VfL-Torhüter Diego Benaglio eine Platzwunde am Kopf zugezogen. Sollte Dzeko nicht spielen können, wird aller Voraussicht nach Ashkan Dejagah in die Startelf rücken.
In der Viererkette dürfte erneut Alexander Madlung den Vorzug vor dem Portugiesen Ricardo Costa erhalten. «Die Kopfballstärke macht den Unterschied zwischen beiden aus. Die Lufthoheit zu wahren, ist gegen den Tabellenführer enorm wichtig», sagte Magath.
dpa
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