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Neid will positiven Jahresabschluss

Düsseldorf - Abschied von Sandra Smisek, Schlussstrich unter ein durchwachsenes Olympia-Jahr: Im letzten Länderspiel des Jahres wünscht sich DFB-Trainerin Silvia Neid einen versöhnlichen Ausklang für die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft.

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«Natürlich wollen wir gewinnen. Das ist unser Anspruch», sagte Neid vor dem achten und letzten EM-Qualifikationsspiel in Basel gegen die Schweiz. Für die 45-Jährige spielt es keine Rolle, dass ihre Elf das EM-Ticket für die Endrunde in Finnland (23. August bis 10. September 2009) bereits in der Tasche hat und zahlreiche Leistungsträgerinnen wegen Verletzungen absagten.

Neid verlangt eine professionelle Haltung von allen Akteurinnen, die dabei sind. «Wenn wir mit der Einstellung in das Spiel gehen, dass der Sieg schon feststeht und es nur noch eine Frage der Höhe des Ergebnisses ist, dann könnten wir Probleme bekommen. Die Schweiz kann man nicht mal eben so im Vorbeigehen schlagen. Da reichen 80 Prozent nicht aus», mahnt die Cheftrainerin vor der ersten Partie nach dem Gewinn der Bronzemedaille in Peking.

Dass die bisher weiße Weste des Welt- und Europameisters in der EM-Qualifikation (7 Siege, 31:1 Tore) gegen den Underdog aus der Alpenrepublik einen Fleck bekommt, ist trotz des Freundschaftsspiel-Charakters kaum zu erwarten. Allerdings muss tatsächlich mit Gegenwehr der Schweizerinnen gerechnet werden, denn das Team von Beatrice von Siebenthal kann noch die EM-Playoffs erreichen. «Ich bin überzeugt, dass sie ihr Team richtig heiß macht», warnt Neid, die gleich ein halbes Dutzend Spielerinnen ersetzen muss.

Prominentester Ausfall ist Spielführerin Birgit Prinz (Kapselreizung im Zeh). Darüber hinaus stehen Fatmire Bajramaj, Linda Bresonik, Conny Pohlers, Celia Okoyino da Mbabi und Bianca Rech nicht zur Verfügung. Gute Gelegenheit für andere, sich mit Blick auf die EM für die im Umbruch befindliche DFB-Elf in den Vordergrund zu spielen.

Im Fokus aber wird in ihrem 133. Länderspiel die zweimalige Weltmeisterin Sandra Smisek stehen, denn sie nimmt in Basel nach 13 Jahren Abschied von der internationalen Fußball-Bühne. «Es war eine super-schöne Zeit, aber jetzt ist der richtige Zeitpunkt Tschüs zu sagen», so die 31-Jährige. Die Frankfurterin will sich künftig intensiv ihrem Vollzeit-Beruf als Polizei-Hauptkommissarin widmen.

dpa

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