Dienstag, 30. September 2008 / 17:46 Uhr
Hamburg - Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert Reaktionen zur Benennung von neun Stadien für die Frauenfußball-WM 2011. Gespielt werden soll in Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg.
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Thomas Ernst (Sportvorstand VfL Bochum): «Das ist für Bochum und die ganze Region eine fantastische Entscheidung. Wir freuen uns besonders darüber, weil die Bewerbung nicht nur von der Stadt und dem VfL, sondern auch von unseren Nachbarn unterstützt wurde. Eine Fußball-WM in Deutschland kann nicht am Ruhrgebiet vorbeigehen - und wir werden sehr gute Gastgeber sein.»
Kräne ragen über eine Zuschauer-Tribüne auf der Baustelle des neuen Dresdner Rudolf-Harbig-Stadions.
Siegfried Dietrich (Manager des 1. FFC Frankfurt): «Der 1. FFC Frankfurt ist überglücklich, dass das WM-Finale in der Frankfurter Commerzbank-Arena stattfindet. Dort haben wir im Mai 2008 mit dem UEFA-Cup-Gewinn vor der europäischen Rekordkulisse von 27 640 Zuschauern den bisher größten Erfolg unserer noch jungen Vereinsgeschichte gefeiert. Ein WM-Finale mit deutscher Beteiligung und möglichst vielen Spielerinnen aus Frankfurt wäre natürlich ein Traum. Die WM im eigenen Land wird den immer populärer werdenden Frauenfußball nachhaltig etablieren.»
Trainer Günther Wörle (Bayern München): «Nachdem der Bayerische Fußballverband als größter Landesverband innerhalb des DFB die meisten Mädchen und Frauen vorweisen kann, die den Frauenfußball cool finden, war es eine folgerichtige Entscheidung, Augsburg als einzige bayerische Austragungsstätte für die WM 2011 auszuwählen. Wir vom FC Bayern München werden unseren Teil dazu beitragen, den Stellenwert des Frauenfußballs noch mehr zu erhöhen und Augsburg als Gastgeber der WM 2011 zu unterstützen.»
Peter Hanisch, Präsident des Landessportbundes Berlin: «Die 8 + 1- Variante ist eine sehr gute Lösung. Wir haben von vornherein Wert drauf gelegt, dass die Sportstadt Berlin dabei ist. Ich denke, Berlin wird einen wunderschönen Auftakt für die gesamte WM zelebrieren. Diese WM wird mit Sicherheit zu einer Aufwertung des Frauen-Fußballs in Deutschland führen. Andererseits ist es für Berlin eine große Herausforderung, das riesige Olympiastadion zu füllen. Aber ich setze auf die Potenz der Sportstadt: Wir werden mit der Eröffnung ein Zeichen setzen».
Roland Koch (Ministerpräsident von Hessen/CDU): «Eine großartige Entscheidung wir freuen uns riesig! Das ist eine tolle Nachricht und eine hervorragende Chance für Frankfurt, sich wieder als sportbegeisterte und weltoffene Metropole zu präsentieren. Der 17. Juli 2011 ist von nun an ein Datum, das wir uns nicht nur merken müssen, sondern auf das wir mit großer Freude und Eifer hinarbeiten wollen.»
Rainer Koch (Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes): «Ich bin erleichtert, froh und glücklich, dass Augsburg als Spielort für die Frauen-WM 2011 in Deutschland nominiert worden ist. Dabei ist unser Konzept, auf einen einzigen bayerischen Spielort als Bewerber zu setzen, voll und ganz aufgegangen. Jetzt eröffnen sich für den bayerischen Frauen- und Mädchenfußball, der in relativ kurzer Zeit von 1500 auf 2100 Mannschaften emporgeschnellt ist, durch die werbewirksame WM weiterhin gute Wachstumschancen.»
Kurt Gribl (Oberbürgermeister von Augsburg): «Dass wir dabei sind, ist ein gutes Signal für die Stadt und für ganz Bayern. Wir haben es jetzt in der Hand, etwas aus unserer Bewerbung zu machen. Dafür haben wir die besten Vorsätze. Wir erhalten mit der WM eine ganz große Chance für den Imagegewinn Augsburgs, denn unsere Stadt wird weltweit präsent sein. Mit dem Geld, das wir in die Hand nehmen, werden Sportanlagen saniert, die noch lange nach dem WM-Ereignis den Vereinen und dem Breitensport zugute kommen.»
Roland Wöller (Sportminister Sachsen): «Ich freue mich, dass dieses Sport-Großereignis auch in Sachsen stattfindet. Ich erwarte für die Vereine einen ähnlichen positiven Effekt wie schon bei der WM 2006.»
Stanislaw Tillich (Ministerpräsident Sachsen): «Beim nächsten Fußball-Sommermärchen ist Dresden dabei. Die Spiele werden viele Fans aus aller Welt anlocken. Das gibt der Stadt die Chance, sich als moderne Sport-Metropole, aber auch als einzigartige Barock- Kulturstadt zu präsentieren.»
Ottilie Scholz (Oberbürgermeisterin Bochum): «Wir freuen uns sehr. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur letzten Minute. Mit dieser Entscheidung haben DFB und FIFA ein deutliches Signal gesetzt für sein großes Vertrauen in die sportliche Infrastruktur der Stadt, für seine Zufriedenheit mit dem schon jetzt hervorragenden Zustand des Stadions und für seine Erwartungen in die Begeisterungsfähigkeit und Gastfreundschaft der Bochumer Bürgerinnen und Bürger. Gemeinsam mit dem VfL Bochum werden wir alles tun, damit die Spiele für alle Beteiligten zu nachhaltigen Erlebnissen werden.»
Ingo Wolf (Sportminister Nordrhein-Westfalen): «Mit großer Freude hat die Landesregierung die heutige Entscheidung der FIFA und des DFB aufgenommen. Nordrhein-Westfalen wird mit Mönchengladbach, Bochum und Leverkusen und so mit drei von neun Spielorten bei der WM 2011 vertreten sein. Dies ist ein großartiger Erfolg für das Sportland NRW und der Beweis für die professionelle Arbeit unserer Vereine.»
Norbert Bude (Oberbürgermeister Mönchengladbach): «Ich freue mich riesig. Das ist ein guter Tag für Mönchengladbach. Ein Beweis dafür, dass wir weltmeisterschaftstauglich sind. Mönchengladbach wird 2011 ein guter Gastgeber für die Fans aus aller Welt sein. Das haben wir bei der zurückliegenden Hockey-WM der Herren schon bewiesen. Mönchengladbach hat ein weiteres internationales Sportereignis wie die Frauenfußball-WM verdient.»
Lutz Trümper (Oberbürgermeister Magdeburg): «Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir haben alle Bedingungen erfüllt. Ich bin darüber enttäuscht - und da kann man sich abrackern wie man will -, dass man im Osten keinerlei Chance hat, wahrgenommen zu werden. (...) «Wir haben vom Land keine Unterstützung bekommen.»
Wolfgang Böhmer (Ministerpräsident Sachsen-Anhalt): «Dass Magdeburg nicht Austragungsort wird, ist bedauerlich. Aber im Gegensatz zu Magdeburg waren andere Bewerberstädte in der Lage, ein Angebot abzugeben, ohne gleichzeitig Geld von der Landesregierung zu fordern.»
Helma Orosz (Oberbürgermeisterin Dresden): «Dresden kehrt damit auf die Weltkarte des Fußballs zurück.»
dpa
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