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Wolfsburg reist selbstsicher nach Bukarest

Bukarest - Für den VfL Wolfsburg soll sich der Vorhang auf Europas Fußball-Bühne nach dem ersten Akt nicht wieder schließen.

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Der ambitionierte Bundesliga-Club, der seinen Kader seit dem Vorjahr mit zweistelligen Millionen-Investitionen aufgerüstet hat, strebt mit aller Macht die lukrative Gruppenphase im UEFA-Cup an. Das 1:0 aus dem Hinspiel gegen Rapid Bukarest ist allerdings ein Mini-Bonus. «Wir wollen offensiv auftreten und werden uns nicht verstecken», kündigte VfL-Trainer Felix Magath vor dem Rückspiel an.

Ziele

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Wolfsburgs Trainer Magath will im UEFA-Cup hoch hinaus.

Das schöne Wetter mit 20 Grad und Sonnenschein unterstützte die gute Laune im Team. «Wir haben zwar gute Erfahrungen mit Elfmeterschießen gemacht. So weit wollen wir es aber nicht kommen lassen und selbst ein Tor erzielen», sagte Magath nach der Ankunft in der rumänischen Hauptstadt. Bis auf Jonathan Santana stehen ihm alle Stammspieler zur Verfügung. «Der knappe Hinspiel-Sieg ist ein gutes Ergebnis», versicherte der VfL-Coach. Die Zuversicht kommt nicht von ungefähr. Das vor Saisonbeginn mit den italienischen Weltmeistern Andrea Barzagli und Cristian Zaccordo verstärkte Team präsentierte sich bislang spielstark, offensivfreudig und gefestigt.

Das unnötige 1:2 in der Bundesliga am vergangenen Spieltag beim Karlsruher SC bedeutete zwar eine misslungene Generalprobe vor dem Highlight in der rumänischen Hauptstadt nach zuvor 13 Pflichtspielen ohne Niederlage. Der Ausrutscher soll aber ohne gravierende Folgen bei der Aufstellung bleiben. «Der eine oder andere Spieler wird in Gedanken schon bei diesem vermeintlich wichtigeren Spiel gewesen sein», meinte Magath. «Das war Unkonzentriertheit.» Immerhin darf Torjäger Grafite trotz seiner Gelb-Roten Karte beim KSC mitspielen.

Auch Verteidiger Marcel Schäfer macht sich keine Sorgen um die Psyche. «So ein Spiel wirft uns nicht um. Auch in der vergangenen Saison hatten wir mit Rückschlägen zu kämpfen und sind immer wieder zurückgekommen», meinte der 24-Jährige, der von Magath vor Jahresfrist von 1860 München geholt wurde und sich praktisch auf Anhieb in dessen erste Elf spielte.

Das ist auch Zvjezdan Misimovic gelungen - zudem noch schneller als Schäfer. Der Bosnier findet sich immer besser in die Rolle hinein, die der nach Brasilien zurückgekehrte Star Marcelinho hinterlassen hat. Misimovic bringt wie Torhüter Diego Benaglio zudem wertvolle Erfahrungen vor dem Duell bei Rapid ein. Mit dem 1. FC Nürnberg ist er vor Jahresfrist gegen die Rumänen mit Ach und Krach weitergekommen. Benaglio war dies 2006 mit Nacional Funchal nicht gelungen. Er warnte: «Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Die Fans dort sind sehr euphorisch, die Stimmung im Stadion ist heiß.»

Darauf bauen auch die Hausherren, die sehr optimistisch sind, das Wolfsburger Comeback im UEFA-Cup nach neunjähriger Abwesenheit beenden zu können. «Ich glaube, dass wir in Bukarest auch 2:0 gewinnen können», sagte Coach José Peseiro zuversichtlich. Bei einer Niederlage droht ihm der Rauswurf. Die Generalprobe ging in der rumänischen Liga mit einem 1:3 gegen die FC Arges allerdings ebenso daneben wie die der «Wölfe».

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Rapid Bukarest: Urko Pardo - Ricardo Fernandes, Maftei, Vella, Constantin - Bozovic, Barioni, Herea, Cesinha - Spadacio - Mejolaro

VfL Wolfsburg: Benaglio - Riether, Madlung, Barzagli, Schäfer - Hasebe, Josue - Dejagah, Misimovic, Gentner - Grafite Schiedsrichter: Alaerts (Belgien)

dpa

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