Mittwoch, 1. Oktober 2008 / 14:55 Uhr
Frankfurt/Main - Eintracht Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel hat die Fans des hessischen Fußball-Bundesligisten vor dem Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim zur Fairness gegenüber Mäzen Dietmar Hopp aufgerufen.
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«Hopp ist ein unbescholtener Mann, der unheimlich viel für den Sport tut. Er schafft Arbeitsplätze, ist sozial engagiert, lässt ein Stadion bauen und unterstützt andere Sportarten. Solch einen Mann anzufeinden, ist absolut absurd. Ich appelliere an unsere Fans, sich nicht so zu verhalten wie die Anhänger von Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund», sagte Funkel.
Nachdem der Geldgeber des Aufsteigers seit Saisonbeginn mehrmals Opfer von Hass-Tiraden gegnerischer Fans geworden war, hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im Wiederholungsfall sportrechtliche Schritte angekündigt. «Es reicht nicht mehr aus, wenn wir nun schon seit längerem ständig Fairness für Dietmar Hopp anmahnen, ein Teil der Stadion-Besucher sein Verhalten aber nicht ändert», hatte DFB- Vizepräsident Rainer Koch nach den Vorfällen beim Heimspiel der Hoffenheimer gegen Dortmund (4:1) erklärt. Damals war im BVB-Fanblock ein Plakat mit Hopps Konterfei in einem Fadenkreuz und der Aufschrift: «Hasta la vista, Hopp» gezeigt worden.
Funkel hofft, «dass unsere Fans absolut fair sind. Solche Dinge gehören nicht in ein Fußballstadion.» Die Anfeindungen gegen Hopp kann er nicht nachvollziehen. «Er kommt aus der Region. Das ist doch kein Roman Abramowitsch, der nach England geht und sich einen Verein kauft. In Hoffenheim ist alles gewachsen. Was Hopp mit seinem Geld macht, ist vernünftig und in Ordnung», sagte Funkel. Auch der Vorstand der Eintracht hat im Vorfeld der Partie, zu der 3577 Frankfurter Fans mit nach Mannheim reisen werden, im engen Kontakt mit den Fan-Beauftragten zur Fairness aufgerufen.
dpa
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