Freitag, 3. Oktober 2008 / 14:10 Uhr
Urziceni/Rumänien - Torjäger Mladen Petric hat den Hamburger SV mit seinen Toren zum 2:0 (1:0) gegen Unirea Urziceni in die Gruppenphase des UEFA-Pokals geschossen und damit das Pflichtprogramm des Bundesliga-Tabellenführers erfüllt.
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Der von Borussia Dortmund zum HSV gewechselte Stürmer baute mit den beiden Treffern (27. und 50. Minute) im Tineretului-Stadion von Urziceni seine Erfolgsbilanz im Hamburger Dress auf nunmehr sechs Tore in neun Pflichtspielen aus. Petric sorgte damit für die Höhepunkte in beiden Begegnungen mit dem Europacup-Debütanten aus Rumänien. Das Hinspiel in der Nordbank-Arena hatte 0:0 geendet.
«Es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn wir nicht weitergekommen wären», meinte HSV-Trainer Martin Jol. «Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft. Wir haben die Tore zur richtigen Zeit gemacht und kompakt gestanden.» Sportchef Dietmar Beiersdorfer atmete nach dem Sieg erleichtert durch. «Das war ganz wichtig für uns und die Reputation des HSV», sagte der 44-Jährige und lobte die Rumänen als unbequemen Gegner, «den wir nicht so stark eingeschätzt hatten».
Der HSV, der im Vergleich zum jüngsten Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach zunächst Stürmer Ivica Olic und den brasilianischen Neuzugang Thiago Neves auf der Bank gelassen hatte, kontrollierte die Partie, ohne zu glänzen. Petric vergab die erste Möglichkeit per Kopf (5.). Doch der Tabellenzweite der rumänischen Divizia Nationala A hielt dagegen und hätte vor 5000 Zuschauern wenig später fast die Führung erzielt. HSV-Linksverteidiger Thimothee Atouba musste den vom rumänischen Alt-Internationalen Bogdan Mara getretenen Ball von der Linie schlagen (21.).
Für Riesenjubel unter den wenigen mitgereisten Hamburger Fans sorgte danach Petric, als er nach einer Kopfballstafette den Ball aus Nahdistanz volley zum 1:0 in die Maschen jagte. «Ich habe keinen Lauf. Ich habe Spaß am Fußball. Spaß am Leben», benannte der Torschütze die Ursachen seiner grandiosen Form und fasste das Geschehen bündig zusammen: «Urziceni kann Fußball spielen. Aber unsere Klasse hat sich durchgesetzt.»
Obwohl der Präsident von Urziceni sämtliche Eintrittskarten aufgekauft und unter den Einwohnern der 17 000-Einwohner-Stadt in der Walachei verschenkt hatte, wurde das rund 7000 Zuschauer fassende marode Stadion nicht voll. Die Gastgeber präsentierten sich vor allem in Angriff zu harmlos, um die sattelfeste HSV-Abwehr aus den Angeln heben zu können. Selbst die in Aussicht gestellte Prämie in Form von 19 000 Euro teuren Geländewagen für jeden Kicker bei Erreichen der nächsten Runde, konnte der mit 21 Treffern torgefährlichsten rumänischen Mannschaft in dieser Saison keine Beine machen. Lediglich Mara mühte sich in der Offensive, aber die Rumänen blieben bis auf einen Lattentreffer von Marius Bilasco (82.) ziemlich harmlos. Die Hamburger dürfen sich jetzt über eine Prämie von 500 000 Euro und auf attraktivere Rivalen in der Gruppenphase des UEFA-Cups freuen.
dpa
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