Freitag, 3. Oktober 2008 / 11:51 Uhr
Wien - Drei Monate nach dem Vorrunden-K.o. bei der Heim-Europameisterschaft beklagt Österreichs Fußball das schlechteste Abschneiden im Europapokal seit 28 Jahren.
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Nach dem Ausscheiden von Austria Wien gegen Lech Posen und Red Bull Salzburg gegen den FC Sevilla in der ersten Runde des UEFA-Cups ist kein Club aus der Alpenrepublik mehr in einem internationalen Wettbewerb vertreten. Bereits im August war Meister Rapid Wien in der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation an Anorthosis Famagusta gescheitert, Sturm Graz verabschiedete sich in der UEFA-Cup-Ausscheidung gegen den FC Zürich. So schlecht hatten Austria-Clubs zuletzt 1980/81 abgeschnitten, als ebenfalls kein Verein die 2. Runde erreichte.
Niko Kovac (l) und Laszlo Bodnar von Red Bull Salzburg gehen nach verlorenem Spiel vom Platz.
«Die Klasse ist der Unterschied. Spanien ist Europameister, Österreich nicht», sagte Co Adriaanse, der niederländische Trainer von Red Bull Salzburg, nach dem 0:2 seiner Mannschaft im Erstrunden- Rückspiel gegen den zweifachen UEFA-Cup-Sieger FC Sevilla. Der frühere Bundesliga-Profi Niko Kovac stellte fest: «Sevilla war die abgebrühtere und cleverere Mannschaft.» Dabei hatte Adriaanse vor Saisonbeginn für das Team mit dem Ex-Bayern-Stürmer Alexander Zickler die Halbfinal-Teilnahme im europäischen Wettbewerb als Ziel ausgegeben. Als Konsequenz aus dem frühen Europapokal-Aus soll nun der Kader der «Bullen» von 28 auf 24 Spieler verringert werden.
Einen unglücklichen Abschied von der internationalen Bühne nahm die Wiener Austria, die sich nach dem 2:1-Hinspielsieg gegen Lech Posen in Polen erst in der Verlängerung mit 2:4 geschlagen geben musste. Dabei fiel das Siegtor für Lech durch Rafal Murawski erst nach Ablauf der 120 Minuten. «Wir haben jetzt schon einiges im Europacup erlebt, aber so knapp und bitter sind wir noch nie ausgeschieden», sagte Austria-Vorstand Markus Kraetschmer.
Von den Top 25 der UEFA-Rangliste erging es einigen Verbänden wie Österreich. Aus diesem Kreis sind auch Bulgarien, Schweden und Israel in der zweiten Runde des Europapokals mit keinem Club mehr vertreten.
dpa
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