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Zwanziger will weiter gegen Diskriminierung kämpfen

Frankfurt/Main - Der deutsche Fußball hat im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung nach Ansicht von DFB-Präsident Theo Zwanziger noch viel Arbeit vor sich.

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«Wir dürfen nie das Gefühl vermitteln, wir seien längst in einer heilen Welt», sagte Zwanziger auf der Frankfurter Buchmesse bei einer Diskussion der DFB-Kulturstiftung zum Zusammenleben von Deutschen und Türken. Der Deutsche Fußball-Bund habe weitere harte Arbeit («Kärrnerarbeit») vor sich: «Pädagogische Begleitung, Bildung, Wissen - das müssen wir vermitteln. Und da sind wir noch längst nicht so weit, wie ich mir das wünschen würde.»

Bei aller Leidenschaft für den Fußball müsse jeder Fan «nüchtern sehen, dass der Fußball neben Stärken auch Schwächen hat.» Wie im wirklichen Leben gebe es auch im Fußball nicht nur Glückseligkeit und Freundschaft, sondern auch Hass und Gewalt. Bis zur Frauen- Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land müsse der DFB deshalb an der Basis weiterkommen. Er müsse den Ehrenamtlichen klarmachen, «dass Anderssein, Fremdsein keine Schranke oder Barriere ist, sondern Neugier wecken muss.» Zwanziger wiederholte ein von ihm selbst geprägtes Bonmot zur Integration: «Dem Ball ist egal, wer ihn tritt.»

Der DFB-Präsident berichtete von zahlreichen Briefen, die er nach Länderspielen erhalte. Darin werde moniert, dass einige Nationalspieler mit ausländischen Wurzeln die Nationalhymne nicht mitsingen. «Diese Briefe nehme ich noch so hin.» Bedenklich seien aber Äußerungen wie «jetzt weiß ich ja, warum die die Nationalhymne nicht mitsingen: Die können sie ja gar nicht, das sind ja gar keine Deutschen, die da stehen». Solche Einstellungen müsse der DFB sehr ernst nehmen.

dpa

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