Mittwoch, 22. Oktober 2008 / 14:14 Uhr
Stuttgart - Ohne Vielspieler Serdar Tasci will der VfB Stuttgart die Herausforderung FC Sevilla bestehen, dafür darf Khalid Boulahrouz seine Rechnung mit den Spaniern begleichen.
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«Für jeden ist es ein besonderer Tag, da zu spielen», sagte der Niederländer mit glänzenden Augen vor dem UEFA-Cup-Auftritt des Fußball-Bundesligisten im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán. Der Innenverteidiger, der in der Vorsaison bei den Andalusiern aufs Abstellgleis geraten war, ersetzt bei seinem neuen Arbeitgeber Dauerbrenner Tasci in der Abwehrzentrale. «Das tut Serdar ganz gut, wenn er mal Pause hat», sagte VfB-Trainer Armin Veh.
Vor dem ersten Gruppenspiel der Schwaben beim zweimaligen UEFA-Cup-Sieger fühlt sich der Coach in der Rolle des Außenseiters sichtlich wohl. «Es muss uns eine große Freude sein, dort hin zu fahren. Wir kommen nicht als Favorit und versuchen, für eine Überraschung zu sorgen», erklärte Veh. «Uns mit den Besten zu messen, darauf haben wir das ganze Jahr hingearbeitet», ergänzte der 47- Jährige, dem weiterhin Sami Khedira, Ricardo Osorio, Yildiray Bastürk und Jan Simak fehlen. Freiwillig beorderte der Trainer Tasci auf die Bank, nachdem der 21-Jährige in dieser Saison bislang alle 16 Spiele der Stuttgarter sowie drei Partien in der Nationalelf bestritten hat.
Vertreter Boulahrouz, der gerade von einem Muskelfaserriss genesen ist, brennt auf seinen Einsatz gegen den zweimaligen UEFA-Cup-Sieger, bei dem er im vergangenen Jahr den sportlichen Tiefpunkt seiner Karriere erlebte. Nur neun Pflichtspiele bestritt der damals vom FC Chelsea ausgeliehene Defensivspezialist für die Spanier. «Eine Top-Mannschaft, die eigentlich in die Champions League gehört», fand Boulahrouz dennoch lobende Worte über den Gegner. «Sevilla ist eine Fußballstadt. Die Atmosphäre wird riesig sein im Stadion.» Live-Bilder aus der alten Arena wird es im deutschen Fernsehen allerdings wegen Rechteproblemen nicht geben.
Chancen dürfen sich die Stuttgarter vor allem wegen der Personalsorgen des Überraschungs-Zweiten der Primera División ausrechnen. Bei den Südspaniern, die nach 2006 und 2007 ihren dritten UEFA-Cup-Triumph anstreben, fällt praktisch die komplette Sturmabteilung aus. Frédéric Kanouté, Aquivaldo Mosquera, Ivica Dragutinovic und Jungtalent Diego Capel plagen Muskelblessuren. Dem Uruguayer Ernesto Javier Chevantón droht sogar eine Knie-Operation. Auch der Einsatz des einzig verbliebenen Angreifers, Luis Fabiano aus Brasilien, ist wegen einer Zerrung ungewiss.
Veh sieht den FC Sevilla in der Gruppe C als ersten Anwärter auf das Weiterkommen: «Die sind Favorit, alle anderen kämpfen um die weiteren Plätze.» Die ersten drei Teams der Gruppe ziehen in die Zwischenrunde ein, weitere Kontrahenten des VfB sind Partizan Belgrad, Sampdoria Genua und Standard Lüttich.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
FC Sevilla: Palop - Konko, David Prieto, Escudé, Fernando Navarro - Duscher, Maresca - Jesus Navas, Romaric, Adriano - Acosta
VfB Stuttgart: Lehmann - Träsch, Boulahrouz, Delpierre, Magnin - Hilbert, Pardo, Hitzlsperger, Boka - Gomez, Cacau
Schiedsrichter: Suchina (Russland)
dpa
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Marco Reich: Früher war ich ein großer Fan von Mönchengladbach. Doch da hatte ich noch keine Ahnung vom Fußball.
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